In Frankfurt hatte die Gewerkschaft zu der Kundgebung aufgerufen. "Alternativen zum Arbeitsplatzabbau müssen ernsthaft geprüft werden", erklärte der Gesamtbetriebsratschef der GE-Sparte Power Conversion, Martin Ruess.

General Electric hatte vor einer Woche angekündigt, weltweit rund 12'000 Stellen in der Kraftwerksparte abzubauen. Davon entfallen auf Deutschland 1600 Streichungen. Die Fertigungen von GE Power Conversion in Berlin und von GE Grid Solutions in Mönchengladbach sollen ganz geschlossen werden.

In der Schweiz will GE 1400 Arbeitsplätze abbauen (die AZ berichtete). Betroffen sind die Standorte Baden, Birr und Oberentfelden im Kanton Aargau. Am Hauptsitz in Baden verlieren gleich 1'100 Mitarbeiter ihre Arbeitsstelle.

General Electrics baut in der Schweiz 1'400 Stellen ab

General Electrics baut in der Schweiz 1'400 Stellen ab (Beitrag vom 7. Dezember 2017)

Es ist ein harter Schlag für den Wirtschaftskanton Aargau. Am Hauptsitz in Baden verlieren gleich 1'100 Mitarbeiter ihre Arbeitsstelle.

GE begründet die Massnahme mit der schwierigen Marktsituation im Turbinengeschäft. Der Abbau soll in den nächsten zwei Jahren vollzogen werden. Für die betroffenen Mitarbeitenden wird es einen Sozialplan geben. Insgesamt beschäftigt GE rund 4500 Angestellte in der Schweiz.

Im Aargau bislang keine Protestaktion geplant

Anders als in Deutschland organisieren die betroffenen GE-Angestellten im Aargau keine Demonstration gegen ihren Arbeitgeber. «Bislang ist keine entsprechende Aktion geplant», bestätigt Irène Kälin, Grünen-Nationalrätin und Präsidentin der Aargauer Dachorganisation der Arbeitnehmenden «ArbeitAargau» auf Anfrage der AZ. 

Zwar hätten entsprechende Diskussionen mit den betroffenen GE-Mitarbeitern stattgefunden. Allerdings sei es immer schwierig, eine solche Protestaktion auf die Beine zu stellen, da dies längst nicht allen Entlassenen angenehm sei. (SDA/luk)  

Bilder vom Tag der Bekanntmachung des GE-Kahlschlags: