Energieversorgung

Gute Neuigkeiten: Für rund 90'000 Aargauer Kunden wird der Strom billiger

Die Städtischen Werke Grenchen schlagen doch nicht so viel auf wie angekündigt.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden (kWh) sinken die Kosten 2017 im Durchschnitt um rund 22 auf 844 Franken pro Jahr. (Symbolbild)

Die Städtischen Werke Grenchen schlagen doch nicht so viel auf wie angekündigt.

Die rund 90'000 Privatkunden des Aargauer Energieversorgers AEW Energie AG bezahlen 2017 weniger für den Strom als in diesem Jahr. Die Preise für die Energielieferung und das Netz sinken, während die Abgaben steigen. Unter dem Strich fällt der Strompreis um drei Prozent.

Die rund 90'000 Privatkunden des Aargauer Energieversorgers AEW Energie AG bezahlen 2017 weniger für Strom als in diesem Jahr. Die Preise für die Energielieferung und das Netz sinken, während die Abgaben steigen. Unter dem Strich fällt der Strompreis um drei Prozent.

Auch die grundversorgten Firmenkunden profitierten von sinkenden Strompreisen, hiess es am Donnerstag in Aarau an einer Medienkonferenz der AEW Energie AG.

Der Energieversorger beliefert neben den Privatkunden die grösste Anzahl der total 100 Weiterverteiler wie städtische Werke. Insgesamt beziehen 360'000 Personen im Kanton Aargau den Strom von der AEW Energie beziehungsweise über die Weiterverteiler.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden (kWh) sinken die Kosten 2017 im Durchschnitt um rund 22 auf 844 Franken pro Jahr. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 7500 kWh verringert sich die Rechnung um 38 auf 1230 Franken. Bereits in den beiden Vorjahren waren die Strompreise gesunken.

Marc Ritter, Leiter Geschäftsbereich Energie, geht davon aus, dass die Energiepreise auf tiefem Niveau leicht steigen werden. Die Netznutzungskosten würden in der Tendenz ebenfalls steigen, weil Investitionsbedarf bestehe. Die Abgaben würden gleichzeitig weiter erhöht.

Mehr Fotovoltaikanlagen

Gemäss AEW Energie, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert, sind die Strompreise im Aargau im interkantonalen Vergleich weiterhin attraktiv.

Der Trend hin zu Fotovoltaikanlagen auf Dächern von Privathäusern, Gemeindeliegenschaften und Scheunen sei ungebrochen, hiess es weiter. Rund tausend Fotovoltaikanlagen speisen den Strom ins Netz - 170 mehr als vor einem Jahr.

Das Unternehmen bietet seinen Privatkunden ausschliesslich zertifizierte Stromprodukte an. Bei "AEW classic" stammt der Strom zu hundert Prozent aus Wasserkraft. Bei "AEW classic naturstrom" kommen neunzig Prozent aus Wasserkraft, acht Prozent aus Photovoltaik und zwei Prozent aus Biomasse.

Bei "AEW classic naturstrom+" stammen 65 Prozent aus Wasserkraft, 25 Prozent aus der Sonnenenergie sowie je fünf aus Windenergie und Biomasse. Rund 21'300 Kunden beziehen ein Produkt mit dem Label "Naturstrom".

Der Energiedienstleister hat ein neues Online-Kundenportal aufgebaut. Nach einmaliger Registrierung habe der Kunde sofort von überall her und jederzeit Zugriff auf seine Daten, hiess es.

Vor genau hundert Jahren war das Aargauische Elektrizitätswerk (AEW) gegründet worden. Der Grosse Rat wandelte die Staatsanstalt auf Antrag des Regierungsrats 1999 in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen AEW Energie AG um. Der Kanton Aargau ist alleiniger Eigentümer.

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