Hochwasser
Gefahrenstufe 2 bedeutet für den Aargau nur eine mässige Gefahr

Gestern Mittag sprach das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Gefahrenstufe 2 für die Aare unterhalb der Emme und des Bielersees aus. Das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau gab heute Entwarnung.

Elia Diehl
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Hochwasser (Archiv)

Hochwasser (Archiv)

Aargauer Zeitung

Der Orkan «Andrea» brachte nicht nur Wind sondern auch Regen. Die Fliessgewässer im Jura und Mittelland zeigen nach reichlichen Niederschlägen für diese Jahreszeit erhöhte Abflüsse.

Gefahrenstufe 2

«Kleinere und mittlere Fliessgewässer im Jura und Mittelland können ein zweijährliches Hochwasser erreichen», kommunizierte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Naturgefahrenbulletin und sprach die Gefahrenstufe 2 für den Aarelauf unterhalb des Bielersees aus. Die Gefahrenstufe 2 bedeute nur eine mässige Gefahr und sei nicht besorgniserregend, wie Urs Egloff der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau auf Anfrage erklärt.

«Die Gefahrenmeldung ist als Weckruf zu verstehen», führt Egloff weiter aus, bei Hochwasser sei nicht nur die Natur ein grosser Faktor, sondern auch die zuständigen Ämter und deren Handlungsgeschwindigkeit. Das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau habe die aktuelle Wassersituation genau verfolgt. Nach Rücksprache mit David Volken der Sektion Hydrologische Vorhersagen des BAFU sei man zum Schluss gekommen, dass sich die Gefahrensituation entschärft habe.

Kommunikation ist alles

Nach den Hochwasser der Jahre 2005 und 2007 scheint man bei Kanton und Bund gewappnet, frühzeitig auf neue Gefahren reagieren zu können. Grundlage für erfolgreiche präventive Massnahmen bildet allem voran die Kommunikation. So informierte auch Urs Egloff umgehend den Stabschef der Kantonalen Katastrophenvorsorge über sein Vorgehen und den Entwicklungsstand.

Bei höherer Gefahrenstufe und steigender Brisanz ist aber auch eine kantonsübergreifend Verständigung massgebend. So sei durchaus möglich, dass sich der Kanton Aargau im Ernstfall beim Kanton Bern einschalte. Über das Regulierwehr in Port südlich von Biel bestimmt der Kanton Bern die abfliessende Wassermenge aus dem Bielersee.