Ein aufmerksamer Autofahrer entdeckte auf dem Pannenstreifen der A3 bei Möhlin mehrere Holzbretter, die mit spitzen Schrauben versehen waren.

Die vom Fahrer alarmierte Polizei, konnte die Gefahr rechtzeitig entschärfen und einen Unfall verhindern. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Doch es stellt sich die Frage: Was wäre, wenn ein Autofahrer über die Nagelbretter gefahren wäre? Laut Polizeisprecher Roland Pfister beträgt die Geschwindigkeit an diesem Streckenabschnitt der A3 bis zu 120 Kilometer pro Stunde. 

Es macht einen Unterschied, ob ein Vorder- oder ein Hinterreifen plötzlich keine Luft mehr hat. Das erklärt Daniel Graf vom Touring Club Schweiz: «Ein geplatzter Reifen am Vorderrad macht es vergleichsweise einfach, dieses durch geschicktes Lenken auszugleichen.» Deutlich schlechter sähe es beim Hinterreifen aus. In diesem Falle gilt es zwei Dinge zu beachten:

1. Abruptes Bremsen vermeiden

Bremst man mit geplatzten Hinterreifen auf der Autobahn abrupt ab, besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät. 

2. Hektische Lenkbewegungen vermeiden

Ebenso sollte man keine hektischen Lenkbewegungen machen.

Die Lösung für TCS-Sprecher Graf: «Vielmehr sollte man gefühlvoll und langsam abbremsen und versuchen, das Auto auf dem Pannenstreifen zum Stillstand zu bringen.» 

Ist das Auto dann auf dem Pannenstreifen zum Stillstand gekommen, gilt: «Wenn möglich auf der Verkehr abgewandten Seite aussteigen, Warnwesten anziehen, allenfalls Mitfahrerinnen und Mitfahrer hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen, Pannendreieck positionieren und dann sich selbst hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen.»

Passiert die Panne auf der Autobahn, warnt Daniel Graf davor den Reifen selbst zu wechseln. Das sei zu gefährlich. (mon)

Nagelbretter auf der Autobahn in Möhlin

Nagelbretter auf der Autobahn in Möhlin: Der Bericht von Tele M1