Sulz

«Es fällt unsagbar schwer, die Endgültigkeit dieses Ereignisses zu akzeptieren»

Hier lag der 12-jährige Schüler.

Hier lag der 12-jährige Schüler.

Ein 12-jähriger Schüler verletzte sich während eines Schulausflugs so schwer, dass er am Dienstagabend an den Folgen der Verletzungen starb. Die Präsidentin der Schulpflege ist tief bestürzt.

Zusammen mit den Lehrpersonen hat die 1. Bezirksschulklasse während der Mittagspause, in der Nähe des Chaisacherturms, beim Wildiloch, Laufenburg/Sulz grilliert. Während dieser Mittagspause entfernten sich zwei 12-jährige Knaben von der Gruppe.

Einer der beiden Knaben stürzte einen steilen Geröllhang herunter und verletzte sich schwer. Es handelt sich dabei um den Sohn des Vizeammanns von Wittnau. Der Verunfallte wurde sofort mit der Rega ins Inselspital geflogen.

Die Schülerinnen und Schüler, als auch die Lehrpersonen wurden nach dem Unfall von einem Care-Team betreut. Die Schule wurde bis zu den Sommerferien weitergeführt. «Da war es noch ein tragischer Unfall, aber kein Todesfall», sagt Cécile Liechti, Präsidentin der Schulpflege.

Am Dienstagabend verstarb der 12-jährige Knabe an den Folgen der schweren Verletzungen. «Es fällt unsagbar schwer, die Endgültigkeit dieses Ereignisses zu akzeptieren», so Liechti.

Keine kantonalen Richtlinien

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung eröffnet, um den genauen Hergang des Vorfalles zu untersuchen.

Eine kantonale Richtlinie, wie viele Aufsichtspersonen auf einem Schulausflug dabei sein sollen, gibt es nicht, wie Irène Richner, Mediensprecherin des Departements Bildung, Kultur und Sport sagt.

12-jähriger Schüler stürzt bei Schulausflug bei Sulz zu Tode.

12-jähriger Schüler stürzt bei Schulausflug bei Schulz zu Tode.

«Jeder Ausflug hat ganz unterschiedliche Bedingungen. Die Anzahl Aufsichtspersonen variiert je nach Klassengrösse und Alter der Kinder. Es spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel wie viele Kinder mit dabei sind, die anspruchsvoll im Verhalten sind.»

Die einzige Empfehlung, die das Departement abgibt: Eine Lehrperson soll nie alleine auf einen Schulausflug, und die Anzahl Betreuungspersonen hat den Verhältnissen angepasst zu sein. «Wie viele Aufsichtspersonen schliesslich dabei sind, hat die Schule im Einzelnen zu entscheiden», so Richner.

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