Streckenerweiterung

Einstimmigkeit bei der Kommission: Limmattalbahn soll bis Baden fahren

Die Kommission UBV spricht sich einstimmig für die Weiterführung der Limmattalbahn nach Baden aus. (So wird die Limmattalbahn aussehen).

Die Kommission UBV spricht sich einstimmig für die Weiterführung der Limmattalbahn nach Baden aus. (So wird die Limmattalbahn aussehen).

Die Grossratskommission befürwortet ­Richtplananpassungen für die Erweiterung. Die Vorlagen werden voraussichtlich im September im Grossen Rat behandelt.

Die Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) des Grossen Rats spricht sich einstimmig dafür aus, die Weiterführung der Limmattalbahn von Killwangen nach Baden und die neue Haltestelle der S-Bahn Tägerhard als Zwischenergebnis in den Richtplan aufzunehmen. Dies teilte die Kommission am Mittwoch mit. Der Eintrag einer neuen Haltestelle in Spreitenbach Asp wurde ebenfalls grossmehrheitlich unterstützt.

Diskutiert wurde, ob im Falle der Verlängerung der Limmattalbahn die Schliessung der Hochbrücke in Baden für den motorisierten Individualverkehr zwingend notwendig sei. Uneinig waren sich die Kommissionsmitglieder auch bezüglich der zusätzlichen Limmattalbahn-Haltestelle in Spreitenbach Asp, weil zurzeit keine Notwendigkeit für eine zusätzliche Haltestelle ersichtlich sei. Unbestritten war hingegen der dritte Teil der Vorlage, die S-Bahn-Haltestelle in Wettingen Tägerhard.

Seetalbahn: Es bleibt beim Entscheid vom 13. März

Als weiteres Geschäft diskutierte die Kommission die Zusatzkredite für die Sanierung der Seetalbahn. Diese Zusatzkredite sind an der Kommissionssitzung vom 13. März bereits einstimmig genehmigt worden. Anlässlich ihrer Sitzung liess sich die UBV über den Unmut der betroffenen Gemeinden bezüglich Kostenteiler informieren.

Die Zusatzkredite für das durch den Grossen Rat ursprünglich am 21. März 2000 genehmigte Sanierungskonzept Seetalbahn sind notwendig geworden, weil Mehrkosten aus dem Jahr 2016 nicht mehr kompensiert werden konnten. Die verbleibenden Mehrkosten werden durch den Kanton und die betroffenen Gemeinden getragen.

Dass dies bei denjenigen Gemeinden, welche mit zusätzlichen Kosten belastet werden, für Unmut sorgt, «war für die Kommissionsmitglieder zwar nachvollziehbar», schreibt die Kommission. Weil diese Gemeinden aber auch einen zusätzlichen Nutzen aus den Mehraufwendungen geniessen, bestätigte die Kommission durch die Kenntnisnahme ihre Entscheide vom 13. März.

Als drittes Geschäft hat die Kommission UBV die totalrevidierte Interkantonale Vereinbarung zum öffentlichen Beschaffungswesen (IöVB) sowie das dazugehörige Dekret diskutiert. Beides wurde von der Kommission einstimmig gutgeheissen.

Die Vorlagen werden voraussichtlich im September 2020 im Grossen Rat behandelt. (az)

Meistgesehen

Artboard 1