Kölliken

Einkaufen mit der Hacke: In Kölliken kann man jetzt selber Kartoffeln ausgraben

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Es sind die wohl frischesten Kartoffeln im ganzen Land: In Kölliken kann man bei Familie Eggen neuerdings Kartoffeln selber ausgraben. «Wir hoffen, dass das Angebot bei den Leuten Anklang findet», so die Besitzer.

An der Strasse von der Autobahn nach Kölliken lacht die Vorbeifahrenden seit letzter Woche eine lustige Kartoffel an. Auf «Conny’s Blumenfeld» gibt es neuerdings nicht nur Blumen zum Selberschneiden, sondern auch Kartoffeln und anderes Gemüse zum Selberausgraben.

«Wir hoffen, dass das Angebot bei den Leuten Anklang findet. Wir möchten damit auch ein Erlebnis bieten. Viele Leute wissen heute gar nicht mehr, wie eine Kartoffelstaude aussieht und wie es sich anfühlt, die frischen Kartoffeln aus der Erde auszugraben», erzählt Conny Eggen. «So frisch aus der Erde schmecken die Kartoffeln nämlich himmlisch.»

Conny und Fritz Eggen aus Moosleerau betreiben seit zwei Jahren ein Selbstbedienungsblumenfeld in Kölliken.

Fritz Eggen erzählt: «Mein Vater hat in den 80er-Jahren ein erstes Blumenfeld mit Gladiolen zum Selberschneiden angelegt. Damals wurde er deswegen noch ausgelacht — heute ist das nichts Aussergewöhnliches mehr. Soweit ich weiss, sind wir aber die Ersten in der Region, die Kartoffeln zum Selberausgraben anbieten.»

Saisongerechtes Gemüse

Jeweils donnerstags und freitags ab 15 Uhr wird das begleitete Kartoffelausgraben angeboten. Die Kinder Rolf, Andrea und Stefan sind auf dem Feld tatkräftig mit dabei und zeigen, wie es geht. Das Gemüse zum Selberernten ist immer der Saison angepasst.

Im Frühling gab es verschiedene Salate und Frühlingszwiebeln, jetzt sind es neben den Kartoffeln vor allem Peterli, Basilikum, Bohnen und natürlich alle möglichen Blumen. Lauch und Randen für die Ernte im Herbst sind schon gepflanzt.

Die Gladiolen und die Sonnenblumen sind eine Pracht fürs Auge. Aber auch ganz unscheinbare mehrjährige Blumen findet man hier.

Das Blumen- und Gemüsefeld musste Familie Eggen dieses Jahr um einige hundert Meter verlegen, weil es am alten Standort Schwierigkeiten gab mit dem Parkieren.

«Wir hoffen, die Kunden finden uns auch am neuen Standort. Die Lage hier ist eigentlich gut, es kommen viele Berufspendler vorbei und Leute, die zur Kölliker Badi fahren. Wir sind momentan noch am Testen, was am besten läuft», sagt Conny Eggen. Die Kartoffeln sind also erst ein Experiment.

Viele sind es bis jetzt nicht, die selbst Hand anlegen. Conny Eggen hofft auf gutes Wetter, denn das Ausbuddeln der Knollen soll auch Spass machen. «Es steckt viel Energie drin. Zwei Mal haben wir bis spät in die Nacht Kartoffel-Schilder gemalt. Das Bewirtschaften des Feldes gibt viel Arbeit.»

Leider sind nicht alle Kunden ehrlich. Schon mehr als einmal wurde die Kasse am Blumenfeld aufgebrochen. Für Familie Eggen ist der Blumen- und Gemüseanbau bisher ein Nebenerwerb. Wenn es jetzt gut läuft, möchte sich Conny Eggen irgendwann aber ganz dem Landbau widmen.

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