Die Interessen der betroffenen Bevölkerung seien nicht gewichtet worden, schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom Freitag an das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Es sei keine Interessenabwägung vorgenommen worden.

Daher lehnt der Regierungsrat das Dossier zur neuen Festlegung der zulässigen Fluglärmimmissionen in der Nacht ab. Es gehe bei diesem Dossier nur darum, die Anzahl der Starts und Landungen in der Nacht um einen Viertel zu erhöhen. Bereits im vergangenen Jahr habe der Aargau diese Steigerung abgelehnt.

Gegen Fluglärm am Tag und in der Nacht

Die im Betriebsreglement 2017 vorgesehene Verschiebung der Startroute vom Mutschellen ins Gebiet Wettingen-Würenlos beurteilt der Regierungsrat nach eigenen Angaben "teilweise kritisch". Der Regierungsrat verlangt Massnahmen, um die vorgesehene Doppelbelastung durch den Tag- und den Nachtbetrieb im betroffenen Gebiet zu vermeiden oder wesentlich zu reduzieren.

Als positiv wird in der Stellungnahme bewertet, dass die Flughafen Zürich AG die erforderlichen Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit konsequent umsetze. Die Verschiebung der Startroute ermögliche, dass Flugzeuge, die nach dem Start Richtung Osten abdrehten, nicht mehr über dem Aargau "ausholen" müssten.

Weniger Überflüge

Auf diese Weise werde die Anzahl der Überflüge über den Aargau um rund 40'000 reduziert und damit fast halbiert. Diese – über das gesamte Kantonsgebiet gesehen – allgemeine Entlastung wird vom Regierungsrat begrüsst.

Die geplante Doppelbelastung des Gebiets Wettingen-Würenlos durch den Tag- und den Nachtbetrieb sei jedoch kritisch. Der Regierungsrat verlangt Massnahmen, um diese Doppelbelastung zu vermeiden oder wesentlich zu reduzieren.