Aarburg
«Die Strafe ist lächerlich!» Tierschützer kritisieren Justiz für mildes Urteil im Hundequäler-Prozess

Gestern Donnerstag wurde das portugiesische Pärchen, das ihre zwei Hunde in der Aare ertränkt hatte, zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Dieses Urteil sei viel zu mild, kritisieren nun die Tierschützer, die den Prozess gegen die Hundequäler verfolgten.

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20 Monate bedingte Haft für ihn, 16 Monate für sie. Zu diesem Urteil kam das Bezirksgericht Zofingen nach dem Prozess gegen das portugiesische Ehepaar, das in der Aare bei Aarburg ihre zwei Hunde auf grausame Art und Weise ertränkt hatte.

Der Denkzettel für die beiden Hundequäler löst bei den Tierschützern, die vor den Toren des Bezirksgericht mit Transparenten gegen das Paar demonstrierten, nur Kopfschütteln aus. «Meiner Meinung nach», erklärt Tierschützer Peter Suter gegenüber dem Regionalsender Tele M1, «ist diese Strafe lächerlich. Zumindest er, der die Tat begangen hat, müsste längere Zeit ins Gefängnis!»

Andere Stimmen gehen gar noch weiter und erklären, sie hätten das Paar für drei Jahre inhaftiert und die portugiesische Familie anschliessend aus der Schweiz ausgeschafft.

Grundsätzlich zufrieden mit dem Urteil zeigt sich Oberstaatsanwalt Peter Heuberger. Doch auch er gibt zu: «Ich hätte mir gewünscht, dass der Beschuldigte mindestens eine teilbedingte Strafe erhalten hätte.» Nur so hätte er die Strafe auch zu spüren bekommen.

Trotz mildem Urteil auf dem richtigen Weg

Kurt Amsler, Gründer der Tierschutzorganisation Animal Rights, hatte im Vorfeld der Gerichtsverhandlung die Höchsstrafe von drei Jahren Gefängnis für die beiden Tierquäler gefordert und dafür über 30'000 Unterschriften gesammelt.

Trotz des milden Urteils glaubt Amsler, dass die Justiz mit Strafen gegen Tierquäler auf dem richtigen Weg ist. «Wenn es so weitergeht», erklärt Amsler, «wird die Höchstrafe von drei Jahren unbedingter Gefängnisstrafe Tatsache.» (luk)