Argovia Fäscht
Die «Party vom Jahr» auf dem Birrfeld – oder auch der Fisch, der tanzen kann

Das Feld hat gebebt, 40'000 Fans feierten im Birrfeld – das Argovia Fäscht 2018 geht mit viel Stimmung, guter Musik und keinem einzigen Regentropfen in die Geschichte ein. Als Rapper Bligg nach einer furiosen Show die Bühne verliess, fragte sich das Publikum: Kann man das noch toppen? Die Band Hecht nahm die Herausforderung an.

Dario Pollice
Merken
Drucken
Teilen
40'000 Menschen feierten auf dem Birrfeld die #partyvomjahr.
77 Bilder
Kein einziger Regentropfen störte das Fest.
Rapper Bligg versetzte...
...das Publikum in Ekstase.
Der Zürcher ist ein Vollblut-Entertainer.
Das internationale Highlight: John Newman.
Alma aus Finnland brachte dröhende Bässe ans Argovia Fäscht.
Der Auftritt von Hecht begeisterte das Publikum.
Bligg und Marc Sway zeigen sich als Fussballfans.
Es folgen weitere Bilder vom Argovia Fäscht.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Alma aus Finnland.
Mit neon-gelben Haaren und Tattoos, könnte Alma gut als Punk-Frontfrau durchgehen
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Hecht ist ein fantastischer Live-Act
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Impressionen vom «Argovia Fäscht» 2018.
Hochstimmung mit Rapper Bligg (rechts) und dem Sänger ZID.
Gute Stimmung am Argovia Fäscht
Riesige Bälle hüpfen über das Menschenmeer
Mitsingen erwünscht.
SDP geben Vollgas.
Das Publikum klatscht mit SDP.
John Newman verursacht Gänsehaut...
Die Stimmung ist grandios.
Der Blick von der VIP-Tribüne.
Hecht heizt dem Publikum so richtig ein.
Einfach nur schön: Das Birrfeld rockt.
Wow, da kann man sich ja gar nicht entscheiden, von wo aus das Argovia Fäscht schöner ist – aus der Luft oder im Getümmel.
Nickless: Der erste Act auf der Argovia-Fäscht-Bühne.
Hier ist die Party bereits in vollem Gange.
 Der Raclette-Wagen freute sich wegen der kühlen Witterung grosser Beliebtheit.
 Der Raclette-Wagen freute sich wegen der kühlen Witterung grosser Beliebtheit.
Stimmungsbild vom Argovia-Beizlifest.
Argovia-Beizlifest Stimmungsbild vom Argovia-Beizlifest
Argovia Fäscht 2018 - Beizlifäscht Direkt von der LAP an die #partyvomjahr. Diese Jungs machen alles richtig.
Argovia Fäscht 2018 - Beizlifäscht Über Martin & Gianluca tun sich sogar die Wolken wieder auf - es wird also doch schönes Wetter!
Argovia Fäscht 2018 - Beizlifäscht
Argovia Fäscht 2018 - Beizlifäscht Diese Girls trotzen gerne dem Wetter für das Beizlifäscht!
Ramona und Nicole feiern am Argovia Fäscht.
Eine dunkle Wolke zeigte sich am Freitagnachmittag über dem Birrfeld.
Es folgen Bilder der Aufbauarbeiten für das Argovia Fäscht 2018. Die Bühne steht. Diese Männer sind fleissig an der Arbeit und bauen ein Beizli auf.
 Die Techniker installieren Balken, auf denen später Licht- und Tonanlagen montiert werden.
 Ans Riesenrad werden die Gondeln gehängt.
Die Bühne fehlt noch...
Hier wird sie gerade aufgebaut.
Auch die Rohfassade von «Steinis» rotem Zelt steht bereits.
Ein Blick ins Innere des Radio-Studios.
Rechts entsteht ein Teil des VIP-Bereichs.

40'000 Menschen feierten auf dem Birrfeld die #partyvomjahr.

André Albrecht

Die Sonne schien vom Himmel, die Nasen waren eingecremt und die blauen Hüte, die am Eingang verteilt wurden, waren aufgesetzt – das «Argovia-Fäscht» 2018 konnte beginnen. Pünktlich um 16.30 Uhr betrat Nickless die Bühne auf dem Birrfeld. Es ist nicht einfach, ein Open-Air-Festival zu eröffnen, doch der 22-jährige Zürcher vermochte mit seiner Gitarrenpopmusik das Publikum einzustimmen.

Als Nächste war die einzige Frau des diesjährigen Line-ups an der Reihe: die Finnin Alma. Mit dröhnenden Bässen und elektronischen Klängen jagte sie gleich zu Beginn Stromstösse durch das Publikum.

Ein Verletzter nach Attacke – sonst keine grösseren Vorfälle

Die Ausgabe 2018 des «Argovia-Fäschts» war aus Sicht der Sicherheitskräfte eine ereignisarme. Barbara Breitschmid, Sprecherin der Kantonspolizei Aargau, bilanzierte gestern Sonntagnachmittag: «Für einen solchen Grossanlass war es verhältnismässig ruhig.» Am Freitag hatten die Organisatoren 5000, am Samstag 35 000 Besucher gezählt. Es sei lediglich zu zwei, drei Auseinandersetzungen gekommen – wobei es bei einer zu einem schwerer Verletzten kam, erklärte Breitschmid. Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagmorgen gegen 4 Uhr. Ein 20-Jähriger meldete sich mit Gesichtsverletzungen beim Sanitätsposten. Der Polizei gab der junge Mann an, er sei auf dem Festgelände im Bereich des Red-Bull-Zelts von einem Unbekannten zu Boden gestossen worden. Anschliessend hab dieser ihm einen Fusstritt verpasst. Die Polizei sucht Zeugen. Wer Angaben zur Attacke machen kann, meldet sich auf dem Stützpunkt Brugg unter Tel. 062 835 85 00. Der Aggressor wird beschrieben als etwa 22-jährig, 180 Zentimeter gross und mit blondem mittellangem Haar, das er zu einem Kamm frisiert habe. Der Tatverdächtige habe einen Rucksack mit auffälligen neon-orangen Bändeln getragen. (rio)

Ihre Musik ist zwar durch und durch Pop, doch mit ihrem Aussehen – neon-gelbe Haare, schwarze Weste, Tattoos – und ihrem Auftreten könnte sie ohne weiteres als Punk-Frontfrau durchgehen. Den Besuchern gefiel der freche Auftritt, hier und dort setzten sich die ersten Hüften in Bewegung.

Um 19.05 Uhr betrat ein Musiker die Bühne, der nicht weiter vorgestellt werden musste. Schliesslich ist Bligg ein bekannter Gast am «Argovia-Fäscht». Erlebt man den Zürcher auf der Bühne, wird klar, wieso er seit zwanzig Jahren Hit um Hit produziert: Die Übergänge zwischen den Liedern sind fliessend, er sucht die Nähe zu den Leuten und bringt auch den grössten Muffel dazu, die Hände in den Himmel zu heben. Ein Vollblut-Entertainer.

Gegen Ende trat als Überraschungsgast Marc Sway auf, und als Bligg sein Konzert mit dem altbekannten «Chef» beendete, war die Stimmung definitiv zuoberst im Barometer angelangt. Kann man so einen Auftritt noch toppen?

Ein phänomenaler Live-Act

Das schienen sich auch Hecht zu fragen. Die Mundart-Band, gegründet im Jahr 2000 im Luzerner Seetal, nahm die Herausforderung an. Das Resultat: Hecht knüpften nahtlos an, wo Bligg aufgehört hatte. Damit bewiesen sie erneut, dass sie ein phänomenaler Live-Act sind. Ihre Tanzeinlagen, welche man aus den Musikvideos kennt, sind auf der grossen Bühne genauso unterhaltsam wie auf dem kleinen Bildschirm.

Ausserdem haben Hecht mit Frontmann Stefan Buck ein Ass im Ärmel. Der charmante Luzerner schuf eine romantische Stimmung für «Heicho», versprühte gute Laune bei «Kawasaki» oder begab sich bei «Radio Beromünster» unter die Zuschauer. Und plötzlich hüpften alle im Birrfeld.

Als es anfing einzudunkeln, war es Zeit für den internationalen Hauptact des Festivals, Soulsänger John Newman. Der adrett gekleidete Brite legte einen furiosen Start hin. Newman gab bei seiner Performance alles, warf sich auf die Knie und tanzte, bis sein Hemd von Schweiss durchnässt war.

Dabei wurde er von einer exzellenten Band mit Backgroundsängerinnen unterstützt. Leider war die Kommunikation mit den Besuchern etwas flach und beschränkte sich meistens auf «Are you ready?» und «Argoviaaa!». Insgesamt war der Spannungsaufbau nicht ganz gelungen, und zwischen den Liedern fehlten die persönlichen Momente mit dem Publikum. Das ist schade, denn zu was Newman fähig wäre, zeigte er in der beherzten Zugabe mit seinem Mega-Hit «Love Me Again».

«Subtiler» Humor

Nach dem Briten ging es auf dem Birrfeld etwas rabiater zu und her mit dem Berliner Duo SDP. Ihre Musik ist eine krude Mischung aus Schlager-, Hip-Hop- und Punk-Elementen. Die Musik selber ist aber eher Nebensache, denn sie sind vielmehr für ihre Texte bekannt. Diese zeichnen sich durch einen Humor aus, der so subtil und witzig ist wie ein Vorschlaghammer («Deine Freundin, die kann Blasen, Blasen, Blasen an den Füssen nicht ertragen / Sie ist so eng, eng, enge Schuhe nicht gewöhnt»). Dem Grossteil der Besucher schien es aber zu gefallen; das Publikum johlte die Lieder lauthals mit. Gegen 1 Uhr bewegten sich die Ersten Fans in Richtung Bus-Terminal. Als das französische DJ-Duo Ofenbach auftrat, war die «Party vom Jahr» aber noch lange nicht zu Ende und das Birrfeld tanzte weiter in die Nacht hinein.

Höhepunkte 2018: Die schönsten Bilder und Videos

Für alle, die es verpasst haben: Hier nochmals die Höhepunkte in den schönsten Bildern und Videos.

Gute Bands, tolle Stimmung, und ein bisschen Alkohol war wohl auch im Spiel. Das sagen die Festbesucher zur "Party vom Jahr":

Das Argovia Fäscht war aber auch besinnlich. Besonders aus der Luft:

Schön war auch die Aussicht vom Riesenrad. Unsere Kamera, die auf eben diesem montiert war, zeigt, wie sich das Festgelände am Nachmittag gefüllt hat.

Aber wer trug eigentlich weisse Socken? Und welche Rituale und Erwartungen hatten die Stars vor ihren Auftritten? Das sind Highlights des Argovia Fäscht 2018:

Bereits am Freitag war das Festgelände geöffnet – am Beizlifäscht hat zwar Petrus nicht ganz mitgespielt, schön wars trotzdem: