Schutzmassnahmen
Der Bundesrat verschärft die Massnahmen – was verändert sich dadurch konkret im Aargau?

Am Mittwoch hat der Bundesrat die Schutzmassnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie erneut verschärft. Läden, Beizen, Tankstellenshops: Welche Auswirkungen die Entscheide des Bundesrats konkret auf den Kanton Aargau haben.

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Lebensmittelläden dürfen ab Montag in der ganzen Schweiz wieder länger als 19 Uhr offen haben.

Lebensmittelläden dürfen ab Montag in der ganzen Schweiz wieder länger als 19 Uhr offen haben.

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(luk) Die Aargauer Regierung ist mit ihren Mitte Dezember beschlossenen Covid-19-Massnahmen weiter als der Bundesrat gegangen. So liess der Kanton Aargau etwa Läden schliessen, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen. Der Bundesrat hatte damals lediglich verfügt, dass die Kapazitäten in den Geschäften eingeschränkt werden müssen.

Mit dem Entscheid von heute Mittwoch hat der Bundesrat mit dem Kanton Aargau gleichgezogen und lässt Einkaufsläden und Märkte, die keine dringenden, täglichen Güter verkaufen, bis mindestens Ende Februar schliessen. Im Aargau hätte diese Regelung vorerst bis am 22. Januar gegolten. Heisst: Im Aargau bleiben die Läden bis Ende Februar geschlossen.

In einem Punkt ist der Bundesratsentscheid gar eine Öffnung für den Aargau: Laut Weisung des Bundes dürfen Tankstellenshops nämlich neu auch wieder abends und sonntags offen haben. Auch die Schliessung für Lebensmittelläden um 19 Uhr wird aufgehoben.

Diese Massnahmen gelten ab 18. Januar 2021 schweizweit:

ZVG

Dennoch kommt es mit dem Entscheid des Bundes zu Verschärfungen in Aargauer Lebensmittelläden. Genau wie während des ersten Lockdowns im Frühling 2020 müssen Supermärkte Warenbereiche, die nicht für den täglichen Bedarf bestimmt sind, absperren. Das sagte ein Experte des Bundes an der Medienkonferenz am Mittwoch. Bis anhin hatten die Konsumenten im Aargau Zugriff auf das vollständige Sortiment.

Treffen auch privat nur noch zu fünft erlaubt

Was im Aargau schon seit einigen Wochen gilt, ist ab Montag auch landesweit die Regel: Im öffentlichen Raum dürfen sich noch maximal fünf Personen treffen. Neu für den Aargau ist dagegen, dass dies auch für private Veranstaltungen gilt. Bisher durften sich maximal zehn Personen im privaten Rahmen versammeln, neu nur noch fünf, Kinder inklusive.

Im Aargau sind Erotik- und Sexbetriebe geschlossen. Diesen Punkt hat der Bundesrat nicht geregelt.

Der Kanton Aargau gibt am Donnerstag um 9 Uhr per Videokonferenz weitere Informationen zu den neuen Coronaregeln.