Baden
Kanton spricht 150'000 Franken pro Jahr für den Betrieb der Notschlafstelle Aargau

Grossrätin Regula Dell’Anno-Doppler forderte vom Kanton eine langfristige Finanzierung der Notschlafstelle. Der Regierungsrat hat nun entschieden, dass er dieser Forderung nachkommt.

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Das Gebäude der Notschlafstelle in Baden.

Das Gebäude der Notschlafstelle in Baden.

Sandra Ardizzone

Die Notschlafstelle Aargau in Baden besteht seit dem 1. September 2019, die ersten drei Jahre wurde sie durch die Landeskirchen, den Swisslos-Fonds und vereinzelt durch Spenden finanziert. Mittels Postulat forderte Grossrätin Regula Dell'Anno-Doppler (SP) im Mai 2020 eine langfristige Finanzierung.

Wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt, hat der Regierungsrat nun beschlossen, den Betrieb jährlich mit einem Beitrag von 150'000 Franken zu unterstützen. Dieser Verpflichtungskredit läuft vom September 2022 bis Ende 2026.

Das Angebot richtet sich an erwachsene Personen, die «in ungeklärter Wohnsituation leben und kurzfristig ein Obdach brauchen», heisst es in der Mitteilung. Die Pilotphase habe gezeigt, dass der Bedarf vorhanden sei.

Die Zuständigkeit für Notunterkünfte für Obdachlose liegt bei den Gemeinden. Wenn Personen aber ausserhalb der Schalteröffnungszeiten ein Notobdach benötigten, könnten die Gemeinden diese Aufgabe nicht wahrnehmen, schreibt der Kanton. Mit der Mitfinanzierung wolle der Kanton die Gemeinden entlasten. Der Kanton kann private Institutionen, die in der Sozialhilfe oder Prävention tätig sind, finanziell unterstützen. (kob)