SP-Präsidium

Anmeldefrist abgelaufen: Duo Meyer/Wermuth droht keine namhafte Konkurrenz

Cédric Wermuth und Mattea Meyer übernehmen das SP-Präsidium voraussichtlich kampflos.

Cédric Wermuth und Mattea Meyer übernehmen das SP-Präsidium voraussichtlich kampflos.

Dem Duo Meyer/Wermuth steht auf dem Weg zum SP-Präsidium niemand mehr im Wege. Die anfangs kritischen Stimmen aus den eigenen Reihen sind verstummt.

Am Parteitag Mitte Oktober wird das Präsidium der SP Schweiz gewählt. Das Kandidaten-Duo Mattea Meyer und Cédric Wermuth sehen sich vor keinen Konkurrenzkampf gestellt. Martin Schwab aus Biel ist der einzige Herausforderer. Der junge, relativ unbekannte Sozialdemokrat wird chancenlos sein, so die Einschätzung des SRF Regionaljournal, das über das Ende der Anmeldefrist berichtete.

Vor zwei Monaten sah die Situation anders aus: In einem Brief, geschrieben von 24 SP-Parlamentarierinnen und -Parlamentariern, wurde Besorgnis über das klar links positionierte Duo geäussert. Die offene Debattenkultur der SP solle beibehalten bleiben. In der Zwischenzeit hätten Gespräche zwischen den Brief-Initianten und den beiden Kandidaten zu mehr Ruhe geführt. Die Gespräche seien konstruktiv gewesen und das Duo hätte die Anliegen der Gruppe ernst genommen. 

Jetzt steht fest, dass die anfänglich besorgte Gruppe keinen Gegenkandidaten ins Rennen schicken wird. Stattdessen stellt sie andere Ansprüche und vertraut darauf, dass verschiedene Meinungen Platz hätten. Der Waadtländer Samuel Bendahan, Nationalrat und Ökonom, möchte das Amt des Vizepräsidenten antreten. Er soll die Anliegen der Gruppe vertreten und Ideen einbringen. (wue)

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