AKW
Aargau und Solothurn müssen Strafanzeige gegen AKW prüfen

Ende 2012 haben mehrere Organisationen gegen die Betreiber der AKW Leibstadt und Gösgen Strafanzeigen wegen Bilanzfälschung eingereicht. Die Bundesanwaltschaft gibt die Anzeige nun weiter an die Standortkantone Aargau und Solothurn.

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Standortkantone müssen Anzeigen gegen AKW Gösen und Leibstadt nachgehen.

Standortkantone müssen Anzeigen gegen AKW Gösen und Leibstadt nachgehen.

Keystone

Die Prüfung der Frage, ob ein «hinreichender konkreter Tatverdacht gegeben ist», müsse den zuständigen kantonalen Strafverfolgungsbehörden überlassen werden, heisst es in einem Brief vom 14. Januar der Bundesanwaltschaft an die Oberstaatsanwaltschaften der Kantone Aargau und Solothurn.

Elisabeth Strebel von der Aargauer Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber der «NZZ am Sonntag» den Eingang der Strafanzeige. Nun müssen die Staatsanwälte in den AKW-Standortkantonen also prüfen, ob genügend Anhaltspunkte vorhanden sind, um ein Verfahren zu eröffnen.

Am 19. Dezember 2012 hatten der Trinationale Atomschutzverband (Tras) und Greenpeace Schweiz bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen die Betreiber der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt eingereicht. Die Kläger werfen den AKW-Betreibern vor, Rechnungslegungsvorschriften zu missachten und in den Aktiven zu hohe Beträge auszuweisen, die nicht werthaltig seien.