Es war der harte Kern der Leserwanderer, der sich am Dienstagmorgen am Bahnhof Muri versammelte. Immerhin gut 40 Leute wollten trotz gemeldeten 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit den Weg vom Freiamt ins Seetal unter ihre Füsse nehmen. Das Wetter variierte zwischen leichtem Nieselregen und heftigem Platzregen, trocken war es aber nie. Trotzdem entwickelte sich in der kleinen Wandergruppe eine hervorragende Stimmung.

«Mit nörgeln wird das Wetter auch nicht besser», brachte es einer auf den Punkt. Viele störten sich nicht einmal ob der Nässe: «Es gibt keine Schönwetter- und Schlechtwetterwanderer. Es gibt nur Wanderer, und die gehen bei jedem Wetter», erklärte Moritz Egloff. Ruth Kälin hatte sich sogar erst kurzfristig beim Morgenessen für den Tagesausflug entschieden. «Ich wandere nicht gern, wenn es heiss ist», sagte sie. Und Alois Küng, der mit Hündin Janka von Muri nach Fahrwangen lief, ist es gewohnt, auch bei widrigen Verhältnissen nach draussen zu gehen. «Dem Hund ist egal, was für Wetter ist.»

«Wir haben uns am Morgen noch überlegt, ob wir mitwandern sollen. Im Nachhinein haben wir die richtige Entscheidung getroffen», waren sich Josi und Hans Wenger einig. Jörg Kyburz, Geschäftsführer vom Regionalplanungsverband Lebensraum Lenzburg Seetal, wollte durch die Wanderung seinen Horizont erweitern, wie er selber sagte. «Es ist wunderschön hier, ein Stück heile Welt.»

Auch auf der zweiten Etappe gab es einen spannenden Zwischenhalt: In der Wyssenbacher Sagi führte Martin Köchli vor, wie man mit einer von Wasserkraft angetriebenen Säge einen Stamm bearbeitet. Im Feldenmoos konnten die Gruppe dann kurz verschnaufen und die Natur geniessen. Wo heute ein See ist, wurde früher Torf abgebaut, wusste Wanderleiterin Silvia Hochstrasser zu berichten. In Fahrwangen wurden die Leserwanderer von der Gemeinde mit heisser Suppe, Würsten und Getränken verpflegt – eine willkommene Stärkung und verdiente Belohnung für die härtesten Wanderer.

Martin Köchli erklärt die Wyssenbacher Sagi

Martin Köchli erklärt die Wyssenbacher Sagi

Erich Maurer war bei bei der zweiten Leserwandern-Etappe dabei - aber wohl das letzte Mal mit seinen alten Wanderschuhen. So schreibt er der «Nordwestschwei»: «Auch ich war dabei und habe es trotz dem Dauerregen nicht so schlecht empfunden. Im Gegensatz zu meinen Wanderschuhen. Da hat sich die eine Sohle vor Niesenberg und die andere kurz vor dem Mittagshalt verabschiedet.»

Er braucht neue Wanderschuhe

Erich Maurer war bei bei der zweiten Leserwandern-Etappe dabei - aber wohl das letzte Mal mit seinen alten Wanderschuhen. So schreibt er der «Nordwestschwei»: «Auch ich war dabei und habe es trotz dem Dauerregen nicht so schlecht empfunden. Im Gegensatz zu meinen Wanderschuhen. Da hat sich die eine Sohle vor Niesenberg und die andere kurz vor dem Mittagshalt verabschiedet.»