Schönste Jahreszeit

Grillierte Landjäger, wachsende Türme, küssendes Mädchen: 11 erstaunliche Fakten zum Sommer

Der Sommer kam dieses Jahr spät, darf aber ruhig noch ein bisschen bleiben

Der Sommer kam dieses Jahr spät, darf aber ruhig noch ein bisschen bleiben

Seit Wochen ist es in der Schweiz wunderschön. Die meisten haben ihre Ferien jedoch schon hinter sich und müssen im Büro sitzen, anstatt draussen das prächtige Wetter zu geniessen. Als kleine Entschädigung gibt es hier allerhand Kurioses zur heissen Jahreszeit, die noch möglichst lange andauern soll. 

1. Die grösste Badi gibt es in Lausanne

Wer sich Urlaub am Meer nicht leisten kann oder will, ist in einem der vielen Freibäder im Land bestens aufgehoben. Will man in der flächenmässig grössten Badi der Schweiz planschen, muss man in die Westschweiz nach Lausanne reisen. Die dortige Piscine Bellerive-Plage ist mit 75‘000 Quadratmetern riesig. Das beliebteste Freibad ist hingegen das Marzilibad in Bern, wo an Spitzentagen bis zu 13‘000 Besucherinnen und Besucher das kühle Nass geniessen.

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2. Von Promenadenkonzerten zu Riesen-Festivals

Sommerzeit ist auch immer die Zeit der Open Airs. Jedes Jahr strömen Millionen an die zahlreichen Festivals rund um den Erdball. Musikgenuss unter freiem Himmel als Massenphänomen existiert seit dem späten 19. Jahrhundert. An der Themse in London fanden erstmals 1894 sogenannte Promenadenkonzerte zur Mittagszeit statt. Das Publikum setzte sich damals vorwiegend aus Männern, die aus ihren Büros kamen und Zeitungsverträgern zusammen, welche sich eine Pause gönnten. Die Zuhörer bei heutigen Freiluftkonzerten sind da deutlich durchmischter.

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3. Als einst der Sommer ausblieb

Auch wenn es angesichts der momentan herrschenden hohen Temperaturen schwer zu glauben ist, gab es in der Vergangenheit immer wieder Phasen, in denen von Sommer nicht viel zu spüren war. Sogar als sogenanntes Jahr ohne Sommer ging das Jahr 1816 in die
Geschichtsbücher ein. In der Schweiz fiel jeweils mindestens einmal pro Monat Schnee bis auf 800 Höhenmeter und im Juli zweimal bis in tiefe Lagen. Als Ursache für das ungewöhnlich kalte Jahr wird der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora angenommen.

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4. Hitzewelle kommt nicht überraschend

Eine Hitzewelle im Spätsommer ist keine Seltenheit. Seit 2009 wurden fast jedes Jahr Ende August hohe Temperaturen gemessen. Und auch in den nächsten Sommern wird es sehr wahrscheinlich nicht anders sein. Für die späte Hitze sind zwei Hauptgründe verantwortlich: Zum einen erwärmt sich die höhere Atmosphäre erst spät, zum anderen strömt heisse Luft aus dem Mittelmeerraum zu uns.

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5. Beim Glace-Schlecken nur unteres Mittelmass

Ob es daran liegt, dass es weniger Gelaterias gibt als bei unseren nördlichen und südlichen Nachbarn? Der durchschnittliche Schweizer genehmigt sich mit 5,4 Litern deutlich weniger Speiseeis als der Deutsche und der Franzose. Kleinere Naschkatzen als wir sind in Europa nur noch die Portugiesen und die Griechen.

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6. Wir lieben das Mittelmeer

Nicht so weit entfernt, billige Preise und schöne Sandstrände: Herr und Frau Schweizer reisten im vergangenen Jahr am liebsten ans Mittelmeer. Zu den begehrtesten Destinationen gehörten die Algarve, die Balearen, Kroatien und – trotz Krise – Griechenland.  Wollen wir es exotischer haben, fliegen wir mit Vorliebe nach Japan, Laos und in die frankokanadische Provinz Quebec.

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7. Hartnäckige Sommerzeit

Am letzten Märzwochenende werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren eine Stunde vorgestellt. Seit dem Jahr 1977 gilt dann in Europa Sommerzeit. Die Schweizerinnen und Schweizer entschieden sich an der Urne zuerst gegen eine Einführung, weshalb die Sommerzeit hier erst seit 1981 gilt. Hinter der Einführung steckte die Überlegung, dass dadurch das Tageslicht besser genutzt werden kann. Seit den frühen Achtzigerjahren gab es immer wieder Versuche, die Sommerzeit wieder abzuschaffen. Zuletzt war es die SVP-Nationalrätin Yvette Estermann, die sich erfolglos gegen den ihrer Ansicht nach „volkswirtschaftlichen Unsinn Sommerzeit“ auflehnte.

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8. Die Sonne lässt den Eiffelturm wachsen

Das Pariser Wahrzeichen besteht aus 18038 einzelnen Eisenteilen und rund 2,5 Millionen Eisennieten. Da sich Eisen bei Hitze ausdehnt, ist der Eiffelturm an einem heissen Sommertag rund 30 Zentimeter höher als einem kalten Wintertag. Will man also noch mehr vom Eiffelturm haben, muss man der Stadt der Liebe im Sommer einen Besuch abstatten.

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9. Landjäger gehören nicht auf den Grill 

Grillieren kann enttäuschend sein: Da freut man sich auf ein herrliches Steak und muss auf einer trockenen Schuhsohle rumkauen. Damit das nicht geschieht, lohnt es sich, nach gleichmässig mit Fett durchzogenem Fleisch Ausschau zu halten. Dieses bleibt während des Grillierens schön saftig. Gesundheitsschädlich können hingegen gepökelte und geräucherte Fleischwaren sein. Sie gehören deshalb auf keinen Fall auf den Grill.

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10. Der Ruhm hält meist nur einen Sommer lang

Kein Jahr vergeht, ohne dass sich nicht ein oder mehrere Lieder zu Sommerhits mausern. Ein Blick auf die Liste der vergangenen Jahre zeigt, dass die meisten Interpreten längst in der Versenkung verschwunden sind. Die voraussichtliche Zukunft als One-Hit-Wonder hält aber auch heute zahlreiche Künstler nicht davon ab, ihre Komposition ins Rennen um den Sommerhit zu schicken. Eine Ausnahme bildet übrigens Katy Perry, die mit ihrem Welterfolg „I kissed a Girl“ erstmals im Sommer 2008 auftauchte und seither keine Anstalten macht, wieder wegzugehen. 

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11. Reptilien melden sich ab

Während viele Menschen im Sommer besonders aktiv sind, machen gewisse Schlangen, Echsen und Schildkröten einen bis zu drei Monaten dauernden Sommerschlaf. Dafür vergraben sie sich im Erdboden, nutzen verlassene Nagerbauten als Unterschlupf oder verbergen sich in Felsspalten.  Während dieser Zeit nehmen die Tiere keinerlei Nahrung auf.  

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