Nach der Fusion der beiden Zivilschutzorganisationen «Oberes Fricktal» und «Regio Laufenburg» wurde in der ersten Septemberwoche 2013 ein gemeinsamer Wiederholungskurs durchgeführt. Die gross angelegte Ernstfallübung in Asp stand unter der Leitung von Zivilschutzkommandant Raphael Lemblé.

Zum Wiederholungskurs stand dem Zivilschutz ein Übungsgebiet mit einem alten Wasserreservoir zur Verfügung. Das vorbereitete Gelände imitierte eine mögliche Ausgangslage nach einem Erdrutsch mit Geröll, Erde und Holzschutt. Schliesslich sind Unwetter und tagelange Regenschauer im Fricktal keine Seltenheit.

Übung mit schweren Maschinen

Damit setzt sich die Führung des Zivilschutzes zum Ziel, die unterschiedlichen Funktionen in der Praxis auf die Probe zu stellen.

Dabei kamen die verschiedenen Dienste des Zivilschutzes zum Einsatz. Pioniere, Stabsassistenten und Betreuer übten zusammen mit ihren Gruppenführern und dem Führungsstab die Koordination und das Zusammenspiel in einem Ernstfall.

Letztlich standen für die Pioniergruppen insbesondere das Abtragen von Schutt und der Umgang mit Maschinen wie beispielsweise Abbauhämmern, Wasserpumpen und Seilzügen im Vordergrund.

Währenddessen wurde nur über Funk und die selber angelegten Telefonleitungen kommuniziert, um auch dieses Notfallszenario simulieren zu können.

Die hierzu benötigten logistischen Aufwände waren gross. Insgesamt beteiligten sich am Projekt rund 300 Zivilschutzangehörige.

Kulturgüter dokumentiert

Gleichzeitig zur Aussenübung haben auch Zivilschützer in der Abteilung Kulturgüterschutz (KGS) ihren Wiederholungskurs geleistet.

Der KGS hat sämtliche Kulturgüter der katholischen Kirche in Frick fotografiert und dokumentiert. Die fotografischen Bestände wurden nachträglich in einer digitalen Datenbank des Zivilschutzes systematisch abgelegt.

Die Aktion des KGS dient in einem Ernstfall zur übersichtlichen und insbesondere schnellen Sicherstellung der wertvollen Gegenstände in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

Die lehrreichen praktischen Übungen im Wiederholungskurs dienten dazu, die Funktion des Zivilschutzes als Teil des Bevölkerungsschutzes wahrnehmen zu können und im Ernstfall die nötige Unterstützung gekonnt zu leisten.