Dorfchronik
Die Dorfchronik «Zeiniger Schäsli» erscheint – das «Thema des Jahres» lag auf der Hand

In der neuen Ausgabe berichtet die Kommission «Zeiningen gestern und heute» über Auswanderungswellen und Pandemien, die Zeiningen im vergangenen Jahrhundert hart getroffen hatten.

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Die Schäsli-Redaktoren Thomas Freiermuth (von links), Peter Taufer, Wendy Wohlfender und Janine Tschopp auf einer neuen Brücke.(Foto: 8. Februar 2020)

Die Schäsli-Redaktoren Thomas Freiermuth (von links), Peter Taufer, Wendy Wohlfender und Janine Tschopp auf einer neuen Brücke.
(Foto: 8. Februar 2020)

Martin Wohlfender / Fricktal

Für das Redaktionsteam der Dorfchronik «Zeiniger Schäsli» lag es bald auf der Hand, Corona als «Thema des Jahres» festzulegen. Redaktionsmitglied Wendy Wohlfender etwa sprach mit rund 25 Zeiningerinnen und Zeiningern über ihre Erlebnisse in Zeiten von ­Covid-19. Neben vielen Her­ausforderungen berichtet die Dorf­bevölkerung auch über Erfreuliches und einige kreative Ideen, die durch die Krise hervorgerufen wurden.

Die Kommission «Zeiningen gestern und heute» berichtet im «Schäsli» über die Auswanderung im 19. Jahrhundert, die in drei Wellen erfolgte. Die Gründe waren meistens wirtschaftlicher Natur. In den Hungerjahren 1816 und 1817 war vor allem Lateinamerika das Auswanderungsziel. Die Gastautorin Erika Wunderlin beschreibt in ihrem Artikel das Leben des Zeiningers Johann Scharf (1778–1859), der 1817 mit seiner Familie nach Amerika auswanderte und dort zu einem erfolgreichen Uhrenmacher wurde.

Weiter berichtet die Kommission über Epidemien und Pandemien, die Zeiningen im vergangenen Jahrhundert hart getroffen hatten. So brach im Frühling 1918 die Spanische Grippe, 1939 die Maul- und Klauenseuche und zwischen 1946 und 1953 die Kinderlähmung aus. Ein Thema des letzten Jahrhunderts, das in Zeiten von Corona wieder aktuell ist.

Aufgrund der Situation wird auch dieses Jahr auf einen Einweihungsapéro sowie auf den Türverkauf verzichtet. Dafür wird in den nächsten Tagen ­jeder Zeininger Haushalt mit einem druckfrischen «Schäsli» beliefert. Der Chronik ist jeweils ein Einzahlungsschein bei­gelegt, mit dem die Kosten von 20 Franken beglichen werden können. (az)