Münchwilen
Willy Schürch wird zum Ehrenbürger ernannt

Der abtretende Gemeindeammann Willy Schürch wurde für 20 Jahre Exekutiv-Arbeit geehrt. Der Souverän stimmte an der Gmeind zudem dem Steuerfussabtausch zu.

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Vizeammann Sabrina Keller verabschiedet – Gemeindeammann Willy Schürch. Für 20 Jahre Arbeit im Gemeinderat wird ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Vizeammann Sabrina Keller verabschiedet – Gemeindeammann Willy Schürch. Für 20 Jahre Arbeit im Gemeinderat wird ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Horatio Gollin

Der Anbau und die Sanierung des Kindergartens werden teurer. Bei der Ausarbeitung des Projekts hat sich gezeigt, dass man dieses noch einmal überarbeten muss, da die tatsächlichen Masse nicht mit den Plänen übereinstimmen. Die aktuelle Kostenschätzung liegt um 150 000 Franken höher als der vor einem Jahr bewilligte Verpflichtungskredit von 200 000 Franken.

Gemeinderat Rolf Hügli erklärte an der Gemeindeversammlung, dass der Anbau im Gebäudeosten über dem Schutzraum sich kaum realisieren liesse. «Zudem macht die Elektroheizung im Kindergarten Probleme und der Einbau einer rollstuhlgängigen WC-Anlage ist notwendig», so Hügli.

Der Anbau soll nun im Westen erfolgen und auch die Elektroheizung erneuert werden. Eine Stimmbürgerin beantragte den Zusatzkredit von 150 000 auf 165 000 Franken aufzustocken, um auch einen Zaun, um den Kindergarten zu errichten. Dem Zusatzkredit und der Aufstockung wurde die Zustimmung erteilt.

Stellenprozente erhöht

Gemeindeammann Willy Schürch erläuterte, dass die Verwaltungsanalyse ergeben hatte, dass in der Gemeindeverwaltung Stellenanteile in Höhe von 60 Prozent und in der Hauswartung aufgrund der Erweiterung der Schulanlagen 50 Prozent fehlten. Dem Antrag, die Stellenprozente in der Verwaltung von 200 auf 260 Prozent und in der Hauswartung von 100 auf 150 Prozent zu erhöhen, wurde stattgegeben.

Auch die Genehmigung des Budgets 2018 mit einem Steuerfuss von 103 Prozent erfolgte mehrheitlich. Aufgrund des Steuerfussabtauschs mit dem Kanton wird der Steuerfuss von 106 auf 103 Prozent gesenkt. Für 2018 geht die Gemeinde noch von einem negativen Finanzierungsergebnis in Höhe von rund 1200 Franken für die Einwohnergemeinde aus. Hügli führte aus, dass ab 2020 die Prognosen wieder positiv ausfielen.

Weiter stimmte der Souverän an der Gmeind über ein Reglement zur Umsetzung des Gesetzes über die familienergänzende Kinderbetreuung ab. Rolf Hügli führte aus, dass mit dem Gesetz die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden soll. Die Umsetzung muss bis zum Schuljahr 2018/19 erfolgen. Nach dem Reglement werden die Kosten für die Kindesbetreuung bei einem Familieneinkommen bis 25 000 Franken mit 75 Prozent von der Gemeinde bezuschusst. Pro 1000 Franken weiteren Einkommens sinkt der Gemeindebeitrag um einen Prozentpunkt, sodass ab 100 000 Franken der Zuschuss entfällt. Die Stimmbürger genehmigten das Reglement und die Richtlinie.

Verabschiedung mit grossem Beifall

Zum Ende der Gemeindeversammlung verabschiedete Schürch neben verschiedenen Kommissionsmitgliedern auch Hügli, der acht Jahre als Gemeinderat tätig gewesen war. Vizeammann Sabrina Keller verabschiedete wiederum Schürch, der seit 1998 als Gemeinderat, dann Vizeammann und seit 2006 als Ammann der Gemeinde gedient hatte. Keller beantragte, Schürch für die 20-jährige aktive Gemeinderatsarbeit das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, dem die Stimmbürger gerne folgten und Schürch mit grossem Applaus verabschiedeten.