Schmuck und im modernen Outfit präsentiert sich nach Fertigstellung des Ergänzungsbaus sowie der Sanierung des schon vorhandenen Gebäudes das Gemeindehaus Sisseln. Das bisherige Haus konnte die heutigen Anforderungen an ein öffentliches Gebäude nicht mehr erfüllen. Es fehlten unter anderem die Barrierefreiheit und die Diskretion für Kunden am Schalter. Infrastruktur und Sanitärbereich waren veraltet.

Nach nur 18 Monaten Umbauzeit konnte nun am Wochenende das neue, alte Gemeindehaus eingeweiht werden. Gemeinderat und Einwohner feierten gemeinsam. «Das ist ein weiterer, wichtiger Schritt dieser stets eigenständig gebliebenen Gemeinde in die Zukunft. Und eine kontinuierliche Fortentwicklung, die mit der Industrialisierung 1856 und dem Bau einer ersten Fabrik begann» betonte Regierungsrat Urs Hofmann in seiner Ansprache. Der Projektierungskredit wurde 2015 bewilligt, im April 2017 erfolgte der Start für den Erweiterungsbau, zehn Monate später dann die Sanierung des schon vorhandenen Gebäudes. Nun sei das Schmuckstück fit für das 21. Jahrhundert, freute sich der Magistrat.

Als Zeichen dafür, dass die Gemeinde stets auf der Höhe der Zeit ist und bleiben soll, übergab Hofmann eine hell klingende Glocke an den ersten Mann im Dorf, Ammann Rainer Schaub. Dieser richtete danach ein grosses Dankeschön an alle, die zum termingerechten Gelingen dieser Baumassnahmen beigetragen haben, besonders an seine Mitarbeiter. Sie waren in der Bauphase, unter laufendem Betrieb, oft am Limit angekommen. «Doch das Ergebnis ist einfach genial, attraktiv, individuell und mutig in der Ausführung», freute sich Schaub nicht ohne Stolz. Und weiter: «Wir sind bereit für die Zukunft und für den herausfordernden Prozess des steten Wachstums.» Nach dem öffentlichen Festakt durften das neue Verwaltungszentrum besichtigt und die Mitarbeiter kennen gelernt werden.

Atemberaubender Blick

Der Erweiterungsbau bildet mit dem schon bestehenden Gebäude eine harmonische, freundlich lichtdurchflutete Einheit. Zwischen Neubau und Bestand liegt barrierefrei der gemeinsame Eingangsbereich mit zentraler Treppe sowie Aufzug. Alt und neu konnten nicht nur unaufdringlich gekonnt, sondern auch sehr elegant miteinander verbunden werden.

Im Erdgeschoss befinden sich die Gemeindekanzlei, die Bauverwaltung, der Sozialdienst, das Archiv, die Technik und Sanitärräume. Im Obergeschoss neben Büros, Besprechungszimmern und Lager auch ein hochmoderner 3-D-Drucker. Besonders beeindruckend ist der Neubau im Dachgeschoss mit seiner Holz-Glas-Konstruktion und seinem atemberaubend freien Blick vom Sitzungszimmer und dem Balkon aus auf den Rhein und den Hotzenwald. Neu- und Umbau wurden vom Architektenbüro Birri aus Stein entworfen, die Bauausführung übernahmen Handwerksbetriebe aus der Region.