Ueken
Viele Farben sorgen für viel Freude

Die rund 70 Schüler haben das Schulareal Ueken umgestaltet. Im nächsten Jahr kommt das Schulhaus dran.

Karin Pfister
Merken
Drucken
Teilen
Der Wagen enthält Geräte und Spiele für den Pausenplatz. kpf

Der Wagen enthält Geräte und Spiele für den Pausenplatz. kpf

Riesige Farbstifte mitten auf der Wiese, ein bunter Lattenzaun, der die Kindergärtler jeden Morgen begrüsst, ein farbenfroher Bauwagen auf dem Pausenplatz oder ein riesiges Wandbild, bestehend aus lauter PET-Flaschen-Deckeln.

All dies und noch einiges mehr gehört seit neustem zum Schulareal in Ueken. Getreu dem Jahresmotto «lebendige Schule» haben die über 70 Schülerinnen und Schüler sowie die Kindergärtler während der Projekttage ihre Umgebung neu gestaltet.

Im Vordergrund stand dabei das Verwenden von möglichst natürlichen Materialien sowie viele Farben, wie Schulleiterin Gabi Müller am Mittwochabend erklärte. Ihre Rede stand unter dem Motto «Eine kleine Schule leistet Grosses». Da sowohl bei den Schülern wie auch bei den Lehrern noch viele kreative Energien vorhanden seien, werde das Projekt ein Jahr verlängert. «Die Kinder haben sich dies gewünscht, wie die Rückmeldungen aus unserem Ideenbriefkasten im Schulhaus zeigen.»

Im nächsten Jahr werde die Neugestaltung auch auf das Schulhaus erweitert. Dass den Schülern die Arbeit viel Freude gemacht hat und die Idee dahinter – die Schule etwas mehr zu «ihrer» Schule werden zu lassen – umgesetzt werden konnte, zeigt auch eine Umfrage, welche die Schulleitung vor den Frühlingsferien durchgeführt hat. Auf die Frage «Bist du stolz auf deine Schule?» hätten 67 von 71 Teilnehmern mit ja geantwortet, so Gabi Müller. «43 davon haben das Kreuz sogar bei ‹sehr stolz› gemacht.»

Wildbienen fühlen sich wohl

Bei der Vernissage durften die Schüler ihren Eltern und den andern Besucher ihre Werke während Führungen selber zeigen. Die Führungen wurden rege besucht. Auf grosses Interesse stiess auch die Zeichen- und Werkausstellung in der Turnhalle. Erstmals seit mehreren Jahren wurden die im Unterricht gefertigten Kunstwerke wieder öffentlich präsentiert. «Pro Schüler sind etwa 4 bis 5 Arbeiten zu sehen», so Lehrerin Eveline Sibold.

Nicht nur die Schüler scheinen sich auf dem Ueker Schulareal wohlzufühlen, sondern auch die Wildbienen. Diese haben sich sofort in den extra für sie gebauten und aufgestellten Bienenhotels niedergelassen.

Die Umgestaltung ist nicht für die Ewigkeit gedacht. Gabi Müller: «In ein paar Jahren kommen wieder neue Schüler, die andere Ideen verwirklichen wollen. Dann schauen wir weiter.»