«Fricktal tanzt»

Verein bereitet für August ein zweitägiges Fest in Rheinfelden vor: Schluss mit dem Coronablues

Oliver Jucker (l.), Sabine Anderhub und Däni Anderhub organisieren Tanzpartys.

Oliver Jucker (l.), Sabine Anderhub und Däni Anderhub organisieren Tanzpartys.

Das Sicherheitskonzept für den Anlass stellt die Organisatoren vor grossen Aufwand und Herausforderungen.

Der Verein «Fricktal tanzt» will nicht mehr länger den Coronablues schieben. Er plant für den 21./22. August ein Sommer-Tanzfest in Rheinfelden. Der Organisationsaufwand ist immens.

Die Tanzbeine sind inzwischen steif geworden. Die letzte öffentliche Tanzparty des Vereins hatte am 19. Januar im Bahnhofsaal in Rheinfelden stattgefunden. Dann kam der Lockdown.

Jetzt ist es für den Verein höchste Zeit, die Trübsal hinter sich zu lassen und wieder Spass zu haben. «Sich einzuschliessen, ist auch keine Lösung, je nachdem wie lange uns Corona noch begleiten wird», sagt Vereins-Co-Präsident Däni Anderhub. Er und seine Mitstreiter wollen den Besuchern mit dem Event «Inseln vom Alltag schaffen» und der Bevölkerung ein Stück Normalität zurückgeben, wie er sagt.

Nun wäre es schon ein Kraftakt, in «normalen» Zeiten einen solchen Mega-Anlass auf die Beine zu stellen. Aber in Zeiten von Corona gleicht es einer Herkulesaufgabe. Anderhub: «Wir sind Tanzverrückte, nehmen die Challenge an und gehen fest davon aus, dass die Leute unsere Bemühungen durch ihr Kommen honorieren.»

Das werden sie indes nur, wenn sie sich in und auf der Kurbrunnenanlage, dem Festgelände, sicher genug fühlen. Und dafür will der Verein mit einem ausgeklügelten Schutzkonzept sorgen. 450 Personen sind auf dem Areal höchstens zugelassen  – aufgeteilt in vier Sektoren zu je 100 Gästen und einem halben Sektor mit 50. Hintergrund ist: Sollte es zu einer Coronainfektion kommen, kann das Nachverfolgen der Kontakte sich auf die je 100 Menschen beschränken.

Somit muss auch in Rheinfelden gewährleistet sein, dass die Besucher in ihrem zuvor zugewiesenen Sektor bleiben. «Wir unterteilen den Aussenbereich in Sektoren mit farbigen Markierungen und versehen die Leute beim Einlass mit Armbändern in den entsprechenden Farben», so Anderhub.

Eigentlich war der Veranstalter davon ausgegangen, dass die in der Trinkhalle und im Musiksaal stattfindenden Indoor-Events, Party Night und Fricktal tanzt, in einem Sektor zusammengefasst werden können. Mit der Herabsetzung des Sektorenlimits von 300 auf 100 Personen wurde das hinfällig. Jetzt müssen sich die Gäste entscheiden – entweder Solotanz bei der Party Night oder in trauter Zweisamkeit bei Fricktal tanzt.

«Beim Tanzen kann man die 1,50 Meter natürlich vergessen», weiss auch Anderhub. Maske zu tragen, stehe jedem frei. Diese würden vor Ort auch angeboten. «Ein gewisses Risiko lässt sich nicht vermeiden, aber wir haben es so gut wie möglich minimiert», sagt Anderhub.

Der seit Anfang Juni laufende Vorverkauf stimmt ihn optimistisch. Anderhub: «Für den Samstag ist ‹Fricktal tanzt› schon ausverkauft.»

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