Frick
Urzeitriesen zieren weltweit Päckchen und Briefe

Die Sonderausstellung «Dinosaurier und Briefmarken» im Sauriermuseum zeigt die imposanten Kolosse auf filigranen Marken.

Ingrid Arndt
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Das Sauriermuseum Frick zeigt derzeit eine Sonderausstellung über Briefmarken aus aller Welt, die mit den Urechsen verziert sind. Einige stammen aus Ländern mit eigenen Saurierfunden – wie zum Beispiel der Schweiz, die 2010 den in Frick gefundenen Raubtiersaurier auf einer Marke verewigte. Andere Länder liessen stattdessen ihre Fantasie walten.

Das Sauriermuseum Frick zeigt derzeit eine Sonderausstellung über Briefmarken aus aller Welt, die mit den Urechsen verziert sind. Einige stammen aus Ländern mit eigenen Saurierfunden – wie zum Beispiel der Schweiz, die 2010 den in Frick gefundenen Raubtiersaurier auf einer Marke verewigte. Andere Länder liessen stattdessen ihre Fantasie walten.

Ingrid Arndt

Die mit enormer Sachkenntnis gestaltete Sonderausstellung im Sauriermuseum Frick zeigt derzeit insgesamt 750 Briefmarken aus Ländern aller fünf Kontinente der Erde zum Thema «Dinosaurier und Briefmarken». Gemeinderätin Susanne Gmünder Bamert begrüsste zur Eröffnung am Wochenende die zahlreichen Gäste.

Andrea Oettl, Leiterin des Museums, blickte kurz zurück auf die erfrischend kollegiale Zusammenarbeit mit dem Briefmarkenclub Fricktal und seinem Präsidenten Ruedi Hofer in der Zeit der Vorbereitungsphase. Kontakt habe es schon länger gegeben, ebenso die Idee für eine solche Sonderausstellung. Vor einem Jahr dann wurde es konkret, ein riesiger Fundus an Briefmarken stand zur Verfügung. Dabei war natürlich von enormer Bedeutung, dass Ruedi Hofer schon vor 25 Jahren bei seinem Hobby besonders Marken mit prähistorischen Tieren sammelte.

Und um das auch mit fundiertem Wissen betreiben zu können, eignete er sich im Selbststudium die notwendigen Kenntnisse für Paläontologie an, ordnete seine Sammlung nach wissenschaftlich biologischen Gesichtspunkten, nach Fundort und Erdzeitalter. Für diese Sonderausstellung habe jedoch die Einteilung nach dem Erdzeitalter eine vorrangige Rolle gespielt. Die Darstellungen auf den Briefmarken seien oft künstlerisch frei, vor allem in der Farbgebung der Dinos. Die sei ja ohnehin unbekannt.

Fricktaler Saurier ziert Marke

Zu bewundern sind nicht nur herrliche Sammlerstücke aus Ländern mit Dinosaurierfunden, sondern auch fantasievolle Marken aus exotischen Ländern, in denen nie solche Fossilien gefunden wurden. Die Briefmarken der Ausstellung sind geordnet nach der Trias (vor 240 bis 200 Millionen Jahren), dem Jura (vor 200 bis 140 Millionen Jahren), der Kreidezeit (vor 140-65 Millionen Jahren) und der Oberkreide (vor 240-65 Millionen Jahren), aufgeteilt in Meeresreptilien, Dinosaurier, Flugsaurier und Ammoniten.

Ein ganz besonderes Kleinod ist jene Schweizer Briefmarke von 2010, die den 200 Millionen Jahre alten Raubtiersaurier aus Frick zeigt. Gefunden wurden seine Überreste inklusive einer kleinen Brückenechse zwischen 2006 und 2010 in der Tongrube Gruhalde direkt unter der Trias/Juragrenze. Es ist einer der am besten erhaltenen fleischfressenden Dinosaurier.

Die vielen Marken zeigen aber auch, wie sich die Darstellung der riesigen Echsen verändert hat. Wurden sie früher eher plump und mit nachschleifenden Schwanz gezeichnet, erkannte man später, dass gerade der Schwanz eine wichtige Funktion zum Ausbalancieren des Körpers hatte. Die Darstellungen wurden präziser und dynamisch.

Öffnungszeiten des Sauriermuseums in Frick: jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr.