Kaisten

Unfall bedeutet für 8 BASF-Angestellte arbeiten über Weihnachtstage

Am Standort Kaisten im Frickal stellt die BASF Kaisten AG vor allem Kunststoffadditive her, darunter grossvolumige Anioxidantien

Am Standort Kaisten im Frickal stellt die BASF Kaisten AG vor allem Kunststoffadditive her, darunter grossvolumige Anioxidantien

Durch einen Arbeitsunfall im Chemiewerk BASF Kaisten AG kam es zu einem Ausfall einer Anlage für die Dauer der Ursachenüberprüfung. Das bedeutet für 8 Angestellte des Unternehmens, dass sie über die Weihnachtsfeiertage arbeiten müssen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich am 30. November am BASF-Standort Kaisten ein Arbeitsunfall. Bei Arbeiten an einer Produktionsanlage zog sich ein BASF-Mitarbeitender mittelschwere Handverletzungen zu. Wie Mediensprecherin Claudia Schneider der Aargauer Zeitung gegenüber bestätigte, handelt es sich um einen Betriebsmitarbeiter, der mit einer Hand zwischen zwei Walzen geraten war. Der Mann wurde inzwischen aus dem Spital entlassen, wie weiter zu erfahren war.

Die betreffende Produktionsanlage wurde ohne den betroffenen Anlagenteil wieder in Betrieb genommen. Dieser bleibt bis zum Abschluss der Sicherheitsüberprüfungen ausser Betrieb. «Die Produktionsanlage stand für etwa zwei Wochen still», sagte die Mediensprecherin. Auf die Frage, was auf der Anlage produziert wird, erklärte sie: «In der Produktionsanlage werden kundenspezifische Mischungen von Additiven für die Kunststoffproduktion hergestellt.»

Da die Anlage 14 Tage nicht betrieben werden konnte, bedeutet das einen Ausfall beziehungsweise eine Verspätung in der Produktion. Jetzt wird ja unvorhergesehenerweise von 8 Angestellten auch über die Weihnachtsfeiertage gearbeitet, um die Verzögerung einigermassen auszugleichen, wie eingangs erwähnt. Kommt es durch die versäumten Auslieferungstermine von Produkten zu finanziellen Verlusten für den BASF-Standort Kaisten? «Zu den finanziellen Auswirkungen möchten wir keine Auskunft geben», beschied Mediensprecherin Claudia Schneider.

Ein Unglück am Arbeitsplatz ist in erster Linie für die verunfallte Person tragisch. Sind die Untersuchungen über den Hergang und so weiter abgeschlossen, werden in der Regel Verbesserungsmassnahmen in sicherheitstechnischen Belangen umgesetzt. Die Aargauer Zeitung erkundigte sich bei der BASF, ob bereits Vorkehrungen getroffen worden sind oder noch getroffen werden, damit sich ein Unfall an der betreffenden Anlage nicht wiederholen kann. Dazu die Mediensprecherin: «Der betroffene Anlageteil ist noch nicht wieder in Betrieb genommen worden und zunächst muss die Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen sein. Doch Massnahmen werden umgesetzt, damit es nicht wieder zu einem solchen Unfall kommt.»

Ursprünglich war von der Werkleitung in Kaisten vorgesehen, über die Weihnachtstage die Produktion im betroffenen Anlagebereich einzustellen. Die umfangreiche Sicherheitsüberprüfung nach dem Arbeitsunfall führte jedoch zu einer zeitlichen Verzögerung im Produktionsablauf, sodass kurzfristig entschieden wurde, da auch an über die Weihnachtstage zu produzieren, um den Lieferverpflichtungen gegenüber den Kunden nachzukommen. Im betroffenen Produktionsbereich wird nun von Montag, 6 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, rund um die Uhr im 6-Tage-Schichtbetrieb gearbeitet.

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