Laufenburg
Tambouren trommeln im Laufenburger Wasenturm

Der Nachwuchs wird in den Einsteigerkursen mit dem Schlaginstrument vertraut gemacht. Nach anderthalb Jahren sollen sie bereits bei den Auftritten dabei sein.

Walter Christen
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Hier wird auf die Böckli getrommelt: Nachwuchs der Laufenburger Tambouren, unter der Leitung von Gregor Maier (rechts), im Probelokal. chr

Hier wird auf die Böckli getrommelt: Nachwuchs der Laufenburger Tambouren, unter der Leitung von Gregor Maier (rechts), im Probelokal. chr

Sie üben noch nicht auf den grossen Holz- oder Blechtrommeln, die Teilnehmer am Nachwuchsunterricht der Tambouren im Laufenburger Wasenturm. Alle bearbeiten ein Böckli.

Gregor Maier, der musikalische Leiter des Tambouren-Corps, erteilt dem halben Dutzend Jungtambouren, darunter einem Mädchen, die Anweisungen: «Einerstreich – rechts/links, rechts/links, rechts/links und eins, zwei, drei, vier, fünf.» Auf Kommando wird getrommelt und ebenso gestoppt.

Blick auf das Lager mit den Blechtrommeln
5 Bilder
Geübt wird das Trommeln bei den Laufenburger Tambouren auf dem Böckli
Volle Konzentration beim Trommeln
Gregor Maier widmet sich dem Laufenburger Tambourennachwuchs
Basler Trommeln im Bestand des Laufenburger Tambourencorps

Blick auf das Lager mit den Blechtrommeln

Dann wird der Wirbel geübt: «Zwei rechts, zwei links und zwei rechts, zwei links und zwei rechts, zwei links.» Auch dieses Element beherrscht der Nachwuchs gut, ebenso die nächste Übung: «Marsch – und rechter, linker und rechter Schlepp.»

Den Takt im Probelokal, das sich in zwei ehemaligen Gefängniszellen im Wasenturm befindet, gibt Gregor Maier in gekonnter Manier vor: «Beim Trommeln geht der Impuls vom Kopf in die Hände», sagt er. Es herrscht ein geführter und geordneter Probebetrieb, die Stimmung ist gut – alle haben den Rhythmus in den Händen.

Jeden Dienstag, von 17.30 bis 21 Uhr, ist bei den Laufenburger Tambouren Probeabend. Geübt wird in vier Gruppen, beginnen können die Anfänger. Ziel ist es, alle nach anderthalb Jahren an Auftritte mitnehmen zu können.

Neben den unterschiedlichsten Engagements während des Jahres nimmt die Fasnacht in Laufenburg für das Tambouren-Corps ganz klar den wichtigsten Platz ein. Dann wird jeweils während dreier Wochen die Tradition der Tschättermusik gepflegt.

Daneben engagiert sich das Corps an öffentlichen Veranstaltungen in und um Laufenburg. Etwa an der jährlichen Hela (Herbstmesse Laufenburg) mit dem Tambouren-Grillstand. Einen Zustupf in die Vereinskasse gibt jeweils auch der Auf- und Abbau der Hela-Stände.

Das Corps zählt 35 Mitglieder

Das Tambouren-Corps Laufenburg verzeichnet eine über 60-jährige Geschichte und zählt gegenwärtig 35 Mitglieder, von denen mehr als 20 noch nicht 16-jährig sind. «Neben der eigentlichen Trommelkunst wird bei uns das Marschieren in der Formation und das Trommeln in der Gruppe geübt», erfuhr die Aargauer Zeitung beim Probenbesuch im Wasenturm von Präsident Markus Jehle.

Dritter Einsteigerkurs am 19. März

Am nächsten Dienstag, 19. März, findet übrigens der dritte Einsteigerkurs in diesem Jahr statt. Ob Jung oder Alt, wer will, kann unverbindlich die vielfältige Welt der Tambouren kennenlernen: Treffpunkt ist um 17.30 Uhr im Wasenturm.