Religion
Taizé-Jugendtreffen in Basel berührt auch das Fricktal

Bis zu 15'000 Teilnehmer werden am Taizé-Treffen in Basel erwartet. Auch im Fricktal werden noch Gastfamilien gesucht.

Claudia Bonge
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An den Taizé-Jugendtreffen nehmen bis zu 15'000 Jugendliche teil; im Bild das Treffen von 2007 in Genf.

An den Taizé-Jugendtreffen nehmen bis zu 15'000 Jugendliche teil; im Bild das Treffen von 2007 in Genf.

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Seit den 1960er-Jahren ist das Taizé-Treffen ein Treffpunkt für Jugendliche aus ganz Europa und wird jedes Jahr an einem anderen europäischen Ort ausgetragen. Vom 28. Dezember bis zum 1. Januar findet es dieses Mal in Basel statt. Erwartet werden rund 15'000 Teilnehmende im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Die Pfarreien im Fricktal stellen sich als Gastgemeinden zur Verfügung und werden auch hier vor Ort Angebote beisteuern. Das Programm steht bereits – gesucht werden aber noch dringend Gastfamilien, die Teilnehmende für diese Zeit bei sich aufnehmen.

Es ist ein Pilgerweg im übertragenen Sinne, so lässt sich das Taizé-Treffen beschreiben. Denn die jungen Leute machen sich dafür auf in ein oftmals fremdes Land, um da den Menschen zu begegnen und eine kurze gemeinsame Zeit zu verbringen. Sie treffen dort auf Gastgebende, die ihnen für den Aufenthalt ihre Türen öffnen. Das verlangt gegenseitiges Vertrauen, ermöglicht aber auch interessante Begegnungen. So setzt das Treffen ein Zeichen für die gelebte Solidarität unter den Menschen. Das gemeinsame Gebet, der Austausch mit den Gastgebenden und die Begegnung untereinander, das ist der Inhalt des Treffens in Basel. «Zu sehen, dass man Teil von etwas Grösserem ist und die lokale Kultur kennen lernen darf, das ist sehr wertvoll», so die Verantwortlichen.

Zwei Quadratmeter reichen bereits

Für die Unterbringung braucht es kein voll ausgestattetes Gästezimmer. Zwei Quadratmeter freie Bodenfläche reichen völlig aus, denn die Jugendlichen bringen selber eine Matte und einen Schlafsack mit. Die Teilnehmenden kommen am Morgen des 28. Dezembers in der Region an. Sie werden an verschiedenen Orten empfangen und von dort in die Gastgemeinden geschickt. Jeder Gastgemeinde werden Teilnehmende aus verschiedenen Ländern zugeteilt und von dort in Gastfamilien untergebracht. Abends treffen sich alle auf dem St. Jakob-Gelände. An den weiteren Tagen sind die Gäste nach einem einfachen Frühstück zwischen 8 und 22 Uhr ausser Haus, um am Morgenprogramm im Gastgeberort und später in Basel teilzunehmen. Am 1. Januar ist angedacht, dass die jungen Leute ein Mittagessen in der Gastfamilie erhalten, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machen. Viel braucht es nicht, doch es komme eine grosse Dankbarkeit zurück, da sind sich die beteiligten Gastgemeinden einig. Sie oder eigens eingesetzte Taizé-Volontäre helfen auch, wenn es Fragen gibt.

Wer Interesse hat, sich auf diese solidarische Begegnung einzulassen, und seine Gastfreundschaft anbieten möchte, kann sich in einem der Pfarreisekretariate melden. Dort gibt man gerne Auskunft. Am Anlass als Gastgemeinden beteilig sind die Kirchgemeinden Eiken, Frick/Gipf-Oberfrick, Herznach-Ueken, Hornussen-Zeihen, Wölflinswil-Oberhof, Stein, Rheinfelden und Zeihen.

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