Laufenburg
Schönheit und Vielfalt im Quadrat

Die neue Freizeitkarte der Region Laufenburg bietet zahlreiche Angebote.

Michael Gottstein
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Auf einem Spaziergang durch die Altstädte wurde die neue Freizeitkarte vorgestellt.

Auf einem Spaziergang durch die Altstädte wurde die neue Freizeitkarte vorgestellt.

Michael Gottstein

Sie ist kompakt, quadratisch und praktisch. Aufgefaltet bietet sie neben einer Landkarte eine Fülle von Informationen und Anregungen für Einheimische und Gäste: die neue Freizeitkarte der Region Laufenburg. Sie wurde am Wochenende bei einer Wanderung durch die Altstädte beiderseits des Rheins vorgestellt.

Stadtammann Herbert Weiss begrüsste rund 50 Vertreter von Gemeinden, Vereinen sowie interessierte Gäste am Laufenbrunnen direkt am Rhein. Vor dieser Kulisse fiel es Vizeammann Meinrad Schraner nicht schwer, zu betonen, dass die «Schönheit und Vielfalt der Region» im Mittelpunkt der Karte stehe und dass «wir definitiv in einer attraktiven Umgebung leben». Für Wanderer, Naturliebhaber sowie Menschen, die Geschichte und Kultur erleben wollen oder einfach die Abwechslung suchen, sind zahlreiche Angebote aufgelistet.

Grenzüberschreitendes Projekt

Die Koordination lag bei Ewald Kalt von der Kultur-Werk-Stadt Sulz. Die neue Karte folgt dem «Trend zur Öffnung», denn die beiden Städte Laufenburg haben mit den Gemeinden Mettauertal, Sulz und Gansingen ein gemeinsames Produkt herausgegeben, um ein grösseres Publikum zu erreichen. Auch Albbruck, die Hochrheinkommission, der Jurapark Aargau, der Schwarzwaldverein sowie viele Vereine und Initiativen haben sich beteiligt. Eigentümer innerstädtischer Schaufenster hatten Präsentationsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, und bei einem gut zweistündigen Rundgang konnten sich die Besucher ein Bild von einigen Attraktionen machen.

Die Gruppe wanderte zur Tourist-Info nach badisch Laufenburg, wo Bürgermeister Ulrich Krieger die touristischen Attraktionen als Verbindungsglieder über die Nationengrenze hinweg würdigte. Ihm sei die Laufenburger Acht besonders wichtig, allerdings werde man sich bis zur Fertigstellung des Rundwanderwegs mit dreimaliger Überquerung des Rheins noch in Geduld üben müssen. Für den Abschnitt vom Kraftwerk bis zur Fischerhütte dürften Ende 2018 Ergebnisse vorliegen, der zweite Abschnitt betreffe die Fortsetzung bis zur Codmananlage.

Albbruck ist mit dem Albsteig-Projekt, einem langen Wanderweg auf den Hochschwarzwald, vertreten. Hans-Joachim Müller vom Schwarzwaldverein sieht die Karte «schon sehr gut angenommen».

Der Verein Flösserweg zeigt auf der Schweizer Seite in einem Schaufenster nahe der Laufenbrücke Bilder einer Flossfahrt, die der Verein unternommen hatte, um an das einst florierende Gewerbe zu erinnern. Nebenan ist ein Modell des filigranen Cheisacherturms zu sehen, den ein Trägerverein 2010 errichtet hatte. Er wurde nicht nur zu einem Wahrzeichen von Gansingen, sondern «hat Identität gestiftet und den Zusammenhalt der Orte gestärkt», sagte Präsident Roger Erdin.

Mit Mettauertal und Gansingen

Im ehemaligen Zollhaus stellt sich der Jurapark vor, in dem sich 28 Gemeinden zusammengeschlossen haben, und dort präsentieren sich auch die Gemeinde Mettauertal, deren Besonderheit die Köhlerei ist, sowie die Tourist-Info, die sieben Altstadtführungen anbietet. Geht man weiter zum Museum Schiff, erfährt man in den Schaufenstern etwas über die Walking-Trails Mettauertal sowie die Kultur-Werk-Stadt Sulz, die sich der Pflege alter Handwerke wie der Nagelschmiede und dem Strickgewerbe verschrieben hat und eine der grössten Sammlungen von Strickmaschinen besitzt. Und zum Abschluss präsentierte Gansingens Ammann Mario Hüsler seine Gemeinde, die sich stolz «schönste ländliche Gemeinde der Schweiz» nennt.

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