Schneebruch
Föhren-Bäume in Stein sind nicht mehr zu retten ‒ jetzt wird die Säge angesetzt

Eine Spezialfirma aus Zeiningen übernimmt die nicht ungefährliche Aktion auf dem Areal rund ums Gemeindehaus. Wann die Ersatzpflanzungen kommen werden, ist noch offen. Welche Art die Nadelbäume ersetzt, steht aber schon fest.

Hans Christof Wagner
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Die Föhren in Stein müssen gefällt werden. Eine davon steht direkt am Gemeindehaus.

Die Föhren in Stein müssen gefällt werden. Eine davon steht direkt am Gemeindehaus.

Zvg / Aargauer Zeitung

Am Gemeindehaus Stein knattern am Mittwoch, 10. Februar, die Motorsägen: Zwei Föhren-Bäume müssen gefällt werden. Ihre Äste hatten dem durch die Schneemassen vom Januar ausgelösten Druck nicht standhalten können – angeknackst muss jetzt die Fällung erfolgen. Gemeindeschreiber Sascha Roth:

«Nachdem wegen der Schneelast von Mitte Januar verschiedene Äste abgebrochen sind, hat eine Fachfirma die Nadelbäume untersucht. Es stellte sich heraus, dass sie ein Sicherheitsrisiko darstellen, das an dieser Lage nicht mehr tragbar ist.»

Einer der beiden Bäume steht Roth zufolge etwa vier Meter von der Fassade des Gemeindehauses entfernt. «Mit etwas Pech hätte ein Ast die Fassade treffen und beschädigen können.» Das soll mit der Rodung verhindert werden. Laut Roth hat der Schneebruch den ohnehin schon kränklichen Bäumen den Rest gegeben: «Es war vor etwa zwei Jahren schon einmal Thema, die Bäume zu fällen», informiert der Gemeindeschreiber. Doch man gewährte ihnen eine Schonfrist – eben bis jetzt.

Fachfirma aus Zeiningen übernimmt die Fällung

Wann die beiden Bäume gepflanzt worden sind, weiss im Steiner Gemeindehaus niemand. Andreas Schauli, Inhaber und Geschäftsführer der Schauli AG, die mit der Fällung beauftragt ist, schätzt sie auf 40 bis 45 Jahre. Beide seien «extrem vom Schneebruch geschädigt» worden.

Und einer der beiden stelle, weil am Schulweg gepflanzt, womöglich eine Gefahr für die Schulkinder dar. Zudem führten die Föhren-Nadeln zu Problemen bei Flachdächern, wie das Steiner Gemeindehaus eines hat.

Der Ginkgo Biloba soll die Föhren ersetzen

Keine Nadeln, sondern Blätter hat der Ginkgo Biloba, die Baumart, welche die Föhren ersetzen soll. Wann sie gepflanzt werden, ist laut Roth noch offen: «Vermutlich erst, wenn die baulichen Massnahmen an den Schulhäusern inklusive Erweiterungsbau realisiert wurden.» Stein will zehn Millionen Franken in die Schulinfrastruktur investieren und die modernen Gebäude im Herbst 2022 beziehen.

Doch nicht nur die zwei Nadelbäume hat der massive Wintereinbruch jüngst auf dem Gewissen. Roth berichtet, dass am Rheinuferweg durch die Schneelast weitere Bäume betroffen waren und vollständig umgeworfen worden sind. Mitarbeitende der Schauli AG hätten sie inzwischen entfernt.

Die Baumfällungen sind für Mittwoch, 10. Februar, nachmittags geplant. Es wird auf die Signalisationen und Absperrungen auf der Brotkorbstrasse, beim Gemeindehaus und auf dem Schulareal hingewiesen.