Obermumpf
Der dritte Gemeinderatssitz ist besetzt ‒ doch noch immer droht das Eingreifen des Kantons

Jacqueline Zesiger wurde bei den Gesamterneuerungswahlen mit 246 Stimmen in die Obermumpfer Exekutive gewählt. Darüber freut sich auch Benedikt Gürtler, der zum Ammann bestellt wurde. Aber die Zeit drängt, um die noch verbleibenden zwei Vakanzen auch noch zu beenden.

Hans Christof Wagner
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So sieht der Gemeinderat von Obermumpf aktuell aus, von links Claudia Seewald, Jacqueline Zesiger und Benedikt Gürtler.

So sieht der Gemeinderat von Obermumpf aktuell aus, von links Claudia Seewald, Jacqueline Zesiger und Benedikt Gürtler.

zvg

Noch immer sind in Obermumpf zwei Gemeinderatssitze vakant. Bei den Gesamterneuerungswahlen am Sonntag, 13. Juni, war mit Jacqueline Zesiger nur eine neue Bewerberin angetreten. Sie vereinte 246 Stimmen auf sich und erreichte damit das absolute Mehr, das bei 97 lag. Die Stimmbeteiligung betrug 45,5 Prozent.

Von fünf Bisherigen traten nur zwei wieder an

Von den fünf bisherigen Mitgliedern der Obermumpfer Exekutive stellten sich nur zwei der Wiederwahl ‒ Benedikt Gürtler und Claudia Seewald. Eva Frei, Andreas Bürgin und Jürgen Schneider hatten auf eine erneute Kandidatur für die Amtsperiode 2022 bis 2025 verzichtet. Gürtler holte 260 Stimmen, Seewald 261. Mit dem ersten Wahlgang verbunden war auch die Gemeindeammann- und Vizeammann-Wahl. Gürtler wurde mit 243 Stimmen neuer Amann, Seewald mit 219 Stimmen Vizeammann. Gürtler führte die Geschäfte als Gemeindeammann bereits seit April, seit der Demission von Eva Frei als Chefin der Exekutive. Zum Ergebnis sagt er:

«Es sind schöne Resultate für uns drei Gewählten und daran haben wir Freude.»

Gürtler ist auch Mitglied einer Findungskommission zwecks Rekrutierung neuer Kandidaten. Die Suche nach ihnen geht jetzt weiter, um die noch verbleibenden zwei Vakanzen im Gemeinderat zu füllen. Gürtler hatte auf Personen gehofft, denen Wähler im ersten Wahlgang von sich aus Stimmen geben. Und solche Personen standen jetzt auch auf Wahlzetteln. Diese will die Findungskommission ansprechen und um eine offizielle Kandidatur beim zweiten Wahlgang am 26. September bitten.

Eingreifen des Kantons verhindern

Noch besser wäre für Gürtler, dass sich schon in den kommenden zehn Tagen zwei Kandidaten fänden. Diese wären dann in stiller Wahl gewählt. Andernfalls wären die Obermumpfer im Herbst noch einmal zum Urnengang aufgerufen. Gürtler macht klar:

«Nur drei Gemeinderäte in Obermumpf wird der Kanton nicht akzeptieren. Da wird er relativ schnell einschreiten.»