Rheinfelden

Noch diesen Monat werden Ideen für die Nutzung des Roten Hauses präsentiert

Fassade täuscht über den Zustand des Roten Hauses an der Rheinfelder Schifflände hinweg – das Gebäude ist baufällig.

Fassade täuscht über den Zustand des Roten Hauses an der Rheinfelder Schifflände hinweg – das Gebäude ist baufällig.

Was geschieht mit dem Roten Haus in Rheinfelden? Nach dem Volks-Nein im Mai 2014 zur Sanierung werden jetzt von der Stadt neue Ideen für die künftige Verwendung der baufälligen Liegenschaft gesucht.

Das Rote Haus bei der Rheinfelder Schifflände hätte in ein Zentrum für Beratungsdienstleistungen im Bereich Jugend, Familie und Alter umgebaut werden sollen. Die Gemeindeversammlung bewilligte im Dezember 2013 die dafür beantragten 4,36 Millionen Franken. In der Referendumsabstimmung, initiiert von der SVP, hoben die Stimmberechtigten im Mai 2014 an der Urne den Beschluss mit 1919 zu 1863 Stimmen wieder auf.

Abbruch steht nicht zur Diskussion

Ein Abbruch des seit Jahren leerstehenden ehemaligen Bauernhauses aus dem Jahr 1815 steht nach den Worten von Stadtammann Franco Mazzi nicht zur Diskussion, wie er gegenüber der Aargauer Zeitung betonte: «Die Stadt will das Haus erhalten. Eine interne Arbeitsgruppe entwickelt derzeit Alternativen für die künftige Nutzung. Noch diesen Monat werden dem Stadtrat Ideen präsentiert.»

Was sagt das Stadtoberhaupt zum Vorwurf des Referendumskomitees, es werde bei der weiteren Planung nicht angehört, der Stadtrat habe nicht einmal das Gespräch gesucht? «Wenn die Vorschläge vorliegen, reden wir auch mit den damaligen Gegnern des Projekts. Doch die Ideen müssen zuerst reifen, schliesslich möchten wir zu guten Resultaten gelangen. Zu gegebener Zeit erfolgt die Information.»

Von Fritz Gloor, dem Leiter des Referendumskomitees der SVP, erfuhr die Aargauer Zeitung: «Die Erarbeitung von Ideen durch die Stadt ist das eine. Doch die wichtigste Gruppe in der ganzen Angelegenheit, die dafür sorgte, dass 1066 Unterschriften auf die Referendumsbogen kamen, ist in diesem Prozess ausgeklammert. Ich meine damit das Referendumskomitee.»

«Wir haben durchaus Ideen»

«Dabei wollen wir zu ebendiesen neuen Plänen beitragen. Wir haben durchaus Ideen und Vorstellungen, wie es mit dem Roten Haus weitergehen könnte. Wir möchten ausserdem aus erster Hand über Varianten von alternativer Nutzung und redimensionierter Nutzung bis Abriss des Roten Hauses informiert werden», ergänzte Gloor. «Rheinfelden braucht eine Visitenkarte am westlichen Stadteingang, bei der Schifflände. Gegen ein Zentrum für Beratungsdienstleistungen hat niemand etwas einzuwenden, doch es wäre am falschen Platz. Vielmehr gehört dort eine touristische Einrichtung hin. Und an einem vorausschauenden Gesamtkonzept mit Platzgestaltung möchten wir jetzt mitwirken, nicht erst wenn die Pläne vorliegen.» (chr)

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