Kaisten
Neues Dorfzentrum: Kaisten bezahlt 70 000 Franken für Studie des Mitteldorfs

Das Dorfzentrum von Kaisten soll umgebaut und so die Verkehrsprobleme gelöst werden. Der Gemeinderat beantragt an der kommenden Gemeindeversammlung einen Kredit von 70 000 Franken zur Studie des Mitteldorfes.

Susanne Hörth
Drucken
Teilen
Die Altliegenschaft (rechts) gehört seit Jahresbeginn der Gemeinde,ist Teil einer geplanten Zentrumsgestaltung. SH

Die Altliegenschaft (rechts) gehört seit Jahresbeginn der Gemeinde,ist Teil einer geplanten Zentrumsgestaltung. SH

Susanne Hörth

Die Einwohnergemeinde Kaisten hat zu Jahresbeginn die ehemalige Bäckerei Ackermann an der Dorfstrasse 17 erworben. Das 494 000 Franken teure Objekt mit Umschwung ist aus rein strategischen Gründen gekauft worden.

Mittelfristig spielt im geplanten Verkehrskonzept von Kaisten auch die Gestaltung Mitteldorfstrasse im Dorfkern eine wichtige Rolle. Neben Volg mit Postagentur und Raiffeisenbank befindet sich hier auch das Gemeindehaus.

Parkplätze sind rar und die Enge der von Postautos und Privatautos verhältnismässig viel befahrenen Strasse führt nicht selten zu gefährlichen Verkehrssituationen. Als Besitzerin der Liegenschaft Dorfstrasse 17, welche direkt an die Bank angrenzt, kann die Gemeinde direkten Einfluss auf die künftige Gestaltung dieses zentralen Teiles des Dorfes nehmen.

Studie für Zentrumsgestaltung

Wie die Ratsmitglieder in der aktuellen Ausgabe des Dorfblattes «News usem Gmeindhuus» mitteilen, wurde zwischenzeitlich mit den Eigentümern der umliegenden und anstossenden Grundstücke Kontakt aufgenommen. Gegenstand der Diskussionen sind unter anderem mögliche Arrondierungen mit dem Ziel eine Gesamtplanung anzugehen.

Vonseiten der Eigentümer der Parzelle 219, darauf befindet sich auch das Restaurant Gambrinus, wurde grosses Interesse an einer solchen Planung signalisiert. Den Bankverantwortlichen liegen vor allem zusätzliche Einstellplätze am Herzen.

Das Potenzial für eine Gesamtüberbauung an diesem zentralen Dorfteil erachtet der Kaister Gemeinderat als sehr gross. Mehr Parkplätze – heute eine grosse Mangelware – sowie ein verbessertes Verkehrskonzept wären Teil dieser neuen Lösung. Möglich wäre aber auch zusätzlicher Wohnraum.

Verschiedene Lösungsmöglichkeiten, ein architektonisches Konzept, Erstellen eines Vorprojektes und eines Konstruktions- und Materialkonzeptes sowie Schätzung der Baukosten sind die wichtigsten Punkte, welche mit einer Studie aufgezeigt werden sollen. Für die Erarbeitung der Studie Mitteldorf beantragt der Gemeinderat an der kommenden Wintergemeindeversammlung 70 000 Franken.

Wie Gemeindeschreiber Manuel Corpataux auf Anfrage erklärt, ist ein Teil der Liegenschaft seit anfang Oktober vermietet. Der weitere vorhandene Wohnraum wird nicht vermietet, da zu hohe Investitionen notwendig wären, um diesen Teil bewohnbar zu machen.