Kaiseraugst

Neues Alterszentrum: Gemeinde bürgt für Stiftung Rinau Park

Das Alters- und Pflegeheim Rinau in Kaiseraugst soll durch einen Neubau ersetzt und um 30 Betreuungsplätze erweitert werden. Archiv

Das Alters- und Pflegeheim Rinau in Kaiseraugst soll durch einen Neubau ersetzt und um 30 Betreuungsplätze erweitert werden. Archiv

Der Souverän hat entschieden, dass die Gemeinde die Finanzierung eines neuen Alterszentrums sicherstellt. Dies mit einer Bürgschaft für maximal zehn Millionen Franken – die Laufzeit beträgt 55 Jahre. 70 Betten soll das neue Alterszentrum maximal im Pflegebereich haben. Dies wären 30 Betten mehr als derzeit.

Seit Anfang Jahr betreibt die Stiftung Rinau Park das gleichnamige Alterszentrum. Seither setzte sie sich auch mit der Zukunft des Alterzentrums auseinander, das derzeit 40 betagten Einwohnern ein Zuhause bietet – zu wenig für eine Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden. So soll die Anzahl an Betreuungsplätzen im Pflegebereich auf maximal 70 Betten ausgebaut werden. «Aufgrund des umfassenden Sanierungsbedarfs musste sich der Stiftungsrat für einen Ersatzneubau entscheiden», führte Gemeinderat Hanspeter Meyer an der Kaiseraugster Gemeindeversammlung von Mittwochabend – 139 der 3235 Stimmberechtigten waren anwesend – aus.

Konkret bedeutet dies, dass das heutige Pflegeheim rückgebaut werden und im südlichen Parzellenbereich – am Rohrweg – ein maximal viergeschossiger Altersheim-Neubau entstehen soll. Nebst dem Ersatz des bestehenden Altersheimes sollen zusätzlich zwischen 30 und 35 Alterswohnungen entstehen. Gemäss Grobkostenschätzung kostet das Neubauprojekt 40 Millionen Franken mit einer Ungenauigkeit von rund 25 Prozent. Der Stiftungsrat geht deswegen von einer Investition von 50 Millionen Franken aus. Für die Finanzierung dieser Summe durch die Bank fehlen der Stiftung jedoch die Eigenmittel, die sich bei 20 Prozent der Investitionssumme auf zehn Millionen Franken belaufen.

Bürgschaft mit geringem Risiko

Für die Finanzierung des neuen Alterszentrums habe es gemäss Meyer nebst einer Bürgschaft die Möglichkeit gegeben, dass die Gemeinde der Stiftung ein Darlehen gibt. Dies wurde jedoch verworfen. «Die Gemeinde versteht sich nicht als Bank», begründete dies Meyer. Ein Grund, der gemäss Meyer für eine Bürgschaft der Gemeinde spricht, sei die Betriebskostenschätzung des neuen Alterszentrums. Bei einer Belegung von 98 Prozent wird von einem Cashflow von knapp 1,2 Millionen Franken ausgegangen. «Das Risiko für die Bürgschaft ist damit gering», so Meyer.

Dies fanden auch die Anwesenden, die in der Abstimmung den Gemeinderat mit grosser Mehrheit ermächtigten, für die Stiftung Rinau Park eine Bürgschaft für eine Finanzierung in Höhe von maximal zehn Millionen Franken abzugeben. Die Laufzeit der Bürgschaft beträgt 55 Jahre ab Realisierung 2022/23.

Bancomat an der Chilbi

Neben der Genehmigung der Bürgschaft bewilligte die Gemeindeversammlung auch das Budget 2019 mit einem Ertragsüberschuss in der Höhe von 17 150 Franken und einem unveränderten Steuerfuss von 81 Prozent. Vor der Abstimmung ergriff ein Stimmbürger das Wort. Er stellte den Antrag, einen Betrag von 2200 Franken in das Budget 2019 aufzunehmen, um für die nächste Chilbi im Dorf einen Bancomaten anzumieten. Hintergrund ist, dass es an der letzten Chilbi im Dorf beim Geldbezug zu Engpässen kam. Die Gemeindeversammlung genehmigte den Antrag mit 59 zu 45 Stimmen.

Gemeindepräsidentin Françoise Moser informierte über die Krähen-Problematik in der Liebrüti. «Wir müssen wohl oder übel der Tatsache ins Auge sehen, dass die Krähen sich bei uns wohlfühlen.» Zwar sei ab Montag wieder für eine Woche ein Falkner im Einsatz, es sei jedoch davon auszugehen, dass die Krähen ein paar Tage später wieder zurückkehren würden.

Verwandtes Thema:

Autor

Dennis Kalt

Meistgesehen

Artboard 1