Eiken

Neuer Kreisel: Noch stiftet er Verwirrung und führt zu Stau und Schleichverkehr

Vor rund zwei Wochen ist der 3,8 Millionen Franken teure Kreisel fertiggestellt worden.

Vor rund zwei Wochen ist der 3,8 Millionen Franken teure Kreisel fertiggestellt worden.

In Eiken hat sich der Rückstau in Spitzenzeiten verschärft. Lastwagen haben Mühe, sich einzuordnen.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat die Bauarbeiten für den zweispurigen Kreisel mit drei Bypässen am Autobahnanschluss Eiken am 22. November beendet. Der Kreisel ersetzt die Lichtsignalanlage, die das Astra demontieren liess, um die Durchflussrate durch den hochfrequentierten Verkehrsknoten zu erhöhen.

Zwei Wochen nach der Fertigstellung zeigt sich das Astra zufrieden. «Aktuelle Videoaufnahmen mit einer Drohne zu den Hauptverkehrszeiten bestätigen ein gut funktionierendes System», sagt Sprecherin Esther Widmer. Das Befahren des zweispurigen Kreisels benötige jedoch «noch eine Eingewöhnungszeit» der Verkehrsteilnehmer.

Nach der Fertigstellung habe man zwar keine manuellen Verkehrszählungen im Perimeter des Kreisels durchgeführt, «mit den zusätzlichen Bypässen wird aber eine Rückstau-Reduktion erwartet», so Widmer.

Kolonne staut sich bis zum Feuerwehrmagazin

Gemeindeammann Stefan Grunder sagt, dass dies zwar für die Verkehrsströme, die von Richtung Sisseln und Hardwald kämen, gelte, nicht jedoch für das Nadelöhr, das von der Laufenburger- zur Hauptstrasse in Richtung Dorf führt.

«In den Verkehrsspitzenzeiten staut sich durch den gesteigerten Durchfluss die Kolonne von der Kreuzung bis zum Feuerwehrmagazin etwa 300 Meter zurück. Die Rückstauproblematik hat sich an dieser Stelle verschärft.»

Dies führe dazu, dass Ortskundige vermehrt Quartierstassen und Schleichwege nutzten, um den Rückstau zu umfahren, so Grunder. Einerseits dürften diese Strassen jedoch nur von Anwohnern und für Anlieferungen befahren werden, andererseits würden diese Strassen und Wege auch von Kindern als Schulweg genutzt.

«Um die Sicherheit hochzuhalten, wird es auf diesen Schleichwegen eine vermehrte Kontrolltätigkeit durch die Polizei geben», sagt Grunder. Dies habe man im Gemeinderat bereits beschlossen.

Nur unweit vom neuen Kreisel domiziliert ist das Transportunternehmen Schenker Schweiz AG. Oftmals müssen die Lastwagen-Chauffeure den Knotenpunkt zu Beginn oder am Schluss ihrer Touren passieren. «Gerade zu den Verkehrsspitzenzeiten kommt es im Kreisel zu Engpässen.

Zuweilen haben die Chauffeure Schwierigkeiten, eine Lücke zu finden, um sich in den Kreisverkehr zwischen den Autos einzuordnen», sagt Basaran Yildirim, Head of System & Direct Freight des Unternehmens.

Kahl soll der Kreisel nicht bleiben. Eine Idee war, auf dem Kreisel eine Eiche zu pflanzen. Weil sich jedoch über dem Kreisel eine Stromleitung befinde, zu der ein gewisser Mindestabstand eingehalten werden müsse, habe man die Idee nicht umsetzten können, sagt Grunder. «So bleibt uns für den Kreiselschmuck kaum Gestaltungsspielraum.»

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Autor

Dennis Kalt

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