Etwas Schmunzeln muss Gemeindeammann Fredy Böni schon. Die Botschaft für die Gemeindeversammlung ist gedruckt und bereits bei der Post zum Versand bereit. Das Problem: In der Botschaft fehlt ein Traktandum, über das an der Gemeindeversammlung abgestimmt wird: «Wir werden dieses als Einzelblatt den Stimmbürgern zustellen», sagt Böni.

Beim besagten Traktandum handelt es sich um einen Verpflichtungskredit für die Sanierung der Maispracherstrasse in Höhe von 350'000 Franken. «Wir konnten die Sanierung der Strasse nicht aufschieben, weil sonst Instandhaltungskosten aufgekommen wären, die einen vertretbaren Rahmen gesprengt hätten», erklärt Böni und schiebt nach: «Diese Information haben wir leider zu spät erhalten.»

Die Strasse, die durch das Waldgebiet am Sonnenberg verläuft, soll auf einer Länge von 1,2 Kilometern mit einem tragfähigen Belag mit einer Sichtstärke von sieben Zentimetern ausgestattet werden. Zusätzlich wird die Strassenbreite von sechs Meter auf 4,5 Meter verringert und seitlich mit einem Mergelbeet versehen: «Durch diese Verengung sind die Autofahrer langsamer unterwegs und das Unfallrisiko sinkt», erklärt Böni. Weil die Strasse für die Bewirtschaftung des gesamten Waldgebietes dient, stimmt die Ortsbürgergemeinde über eine Beteiligung in Höhe von 175 000 Franken – der Hälfte – ab.

Grossprojekt Batastrasse

Daneben wird für den Ausbau der Batastrasse, Abschnitt Riburger-Strasse bis zum Bata-Kreisel, ein Projektierungskredit in Höhe von 198 000 Franken beantragt. Mit dem Ausbau soll verhindert werden, dass die Strasse nach langen Kälteperioden immer wieder Belagschäden aufweist. «Die Batastrasse erfüllt eine wichtige Funktion als Verbindung zwischen dem Bata-Park und den Wohngebieten», erklärt Böni.

Goutieren die Stimmbürger den Projektierungskredit, wird voraussichtlich im Sommer 2018 der Verpflichtungskredit traktandiert. «Die Kosten für den Ausbau der Bata-Strasse werden zwischen 2,5 und 3 Millionen Franken betragen», sagt Böni, der damit rechnet, dass die Bauarbeiten 2019 beginnen.

Weiter wird die Auflösung des Schulvertrages Möhlintal auf Ende des Schuljahres 2018/2019 beantragt. Grund hierfür sind Veränderungen in der Fricktaler Schullandschaft. Laut regionaler Schulraumplanung soll es künftig nur noch vier Oberstufenstandorte geben, darunter auch Möhlin. Hingegen fallen die Standorte in Mumpf und Wegenstetten weg. Dies hat Auswirkungen auf Möhlin. Die Bezirksschüler aus dem Fischingertal werden ab dem Schuljahr 2019/2020 nach Rheinfelden statt nach Möhlin gehen. Möhlin wird wiederum dann keine Sekundarschüler mehr nach Wegenstetten schicken.

«Die vorsorgliche Kündigung verschafft uns genügend Freiheiten, um auf diese Veränderungen zu reagieren und die Zukunft der Oberstufe Möhlintal zu planen», erklärt Böni.