Mettauertal

Nach nur zehn Monaten: Café-Betreiber und Gemeinderat lösen Mietverhältnis auf

In einigen Wochen schliesst die Cafeteria Filippi im Mettauertaler Ortsteil Mettau.

In einigen Wochen schliesst die Cafeteria Filippi im Mettauertaler Ortsteil Mettau.

Nach knapp einem Jahr schliesst die Cafeteria Filippi in Mettauertal bereits wieder. Der Gemeinderat sucht einen neuen Gastro-Betreiber.

Die Freude beim Mettauertaler Gemeinderat war gross, als man endlich fündig wurde: Nach der Schliessung der Poststelle im Ortsteil Mettau verpachtete die Gemeinde die Räumlichkeiten an Armando Filippi, der dort mit seiner Frau Radosta seit April 2019 ein Café führt.

Gerade einmal zehn Monate später gibt Gemeindepräsident Peter Weber bekannt, dass man im gegenseitigen Einvernehmen den Mietvertrag mit Filippi per Ende April gekündigt hat. Filippi war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.

Eigentlich, so Weber, sollte Filippis Frau im Café hauptsächlich Gastgeberin sein, da diese jedoch schwanger geworden sei, als der Mietvertrag abgeschlossen wurde – etwa ein halbes Jahr vor der Eröffnung –, musste Armando Filippi selbst im Café stehen. «Das waren sicher keine optimalen Voraussetzungen», so Weber. «Wir sind nach wie vor überzeugt, dass an dem Standort ein gastronomischer Betrieb funktionieren kann.»

Weber hat bereits vergangene Woche Gespräche mit einem Restaurant-Betreiber für die Nachfolge geführt. «Leider hat er sich gegen den Standort entschieden», sagt er. Man werde die Räumlichkeiten demnächst zur Neuvermietung ausschreiben, zudem werde sich der Gemeinderat aktiv auf die Suche nach potenziellen Nachfolgern begeben. «Denkbar wäre auch, dass sich aus der Bevölkerung eine Trägerschaft findet, die dort etwas betreibt», so Weber.

Selbstverständlich würde man dem Nachfolger auch Starthilfe geben. «Wenn es sein muss, gehen wir mit dem Mietzins bis auf null runter», sagt Weber. Je nachdem, wie erfolgreich der Pächter mit dem Betrieb ist, würde man den Mietzins dann auch wieder anheben. So seien die Einnahmen, welche die Gemeinde aus der Vermietung der Liegenschaft generiere, zweitrangig. «Wichtiger ist, dass wir einen gemütlichen Treffpunkt mitten im Dorf haben», sagt Weber. Vorgaben zum gastronomischen Konzept gebe es fast keine. «In den Räumlichkeiten kann ein Café, aber auch eine Bar oder eine Pizzeria betrieben werden», so Weber.

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Autor

Dennis Kalt

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