Herznach

Nach Abriss der Brandruine: das neue Firmengebäude der Spyk Bänder AG beginnt zu wachsen

Ende letzten Jahres wurde die Brandruine der Bänderfabrik abgerissen. Nun läuft der Neubau.

Ende letzten Jahres wurde die Brandruine der Bänderfabrik abgerissen. Nun läuft der Neubau.

Nach dem Grossbrand bei der Spyk Bänder AG in Herznach ist der Neubau auf Kurs. Anfang 2021 soll das Gebäude bezogen werden.

Mittlerweile liegt die Tragödie, die sich bei der Spyk Bänder AG ereignete, etwas mehr als eineinhalb Jahre zurück. Beim damaligen Grossbrand, bei dem eine Angestellte Feuer legte, um sich das Leben zu nehmen, entstand ein Sachschaden von rund zwei Millionen Franken. Nach dem Unglück rappelte sich die Bänderfabrik schnelle wieder auf, fing an zu produzieren und bezog mit dem Verkaufs- und Administrationspersonal einen doppelstöckigen Container-Bau.

Bereits Ende letzten Jahres wurde die Brandruine abgerissen. Bis Ende des Jahres soll der viergeschossige Neubau, der in etwa fünf Millionen Franken kostet, fertiggestellt sein. «Die Bauarbeiten kommen gut voran. Ziel ist es, die Büros im Neubau im ersten Quartal 2021 zu beziehen», sagt Co-Geschäftsleiter Rainer van Spyk. Die Coronakrise habe bislang keinen Einfluss auf den Baufortschritt gehabt – nur Kleinigkeiten mussten justiert werden; etwa musste bei den sanitären Anlagen auf Grund neuer Vorschriften nachgebessert werden.

Gebäude wächst langsam in die Höhe

«Vielen Leuten ist es bis vor einigen Wochen noch so vorgekommen, dass auf der Baustelle nicht viel passiert», sagt van Spyk. Dies habe daran gelegen, dass zunächst Arbeiten ausgeführt wurden, die von der Strasse aus auf die Schnelle nicht sichtbar gewesen seien. So etwa die Installationen der Erdbebensicherung für das neue Gebäude, die im Januar ausgeführt wurden. Oder die Bohrungen für die Erdsonde für die neue Heizanlage im Februar und März.

Der grosse Kran der Erne AG steht erst seit Anfang März auf der Baustelle. Mittlerweile sind die Bodenplatten verlegt und das Gebäude beginnt seit wenigen Wochen in die Höhe zu wachsen.

Gestört durch den Lärm der Bauarbeiten fühlten sich die Mitarbeitenden bei ihrer Arbeit im doppelstöckigen Container-Bau nicht, so van Spyk. Einzig bei den Erdsonde-Bohrungen vor den Bürocontainern sei es laut geworden.

Auch die Produktion, die sich in einem Nebengebäude befindet, wird von den Bauarbeiten nicht beeinflusst. Verlegt werden musste aus Platzgründen lediglich der Prozess des Appretierens der Bänder in die Zweig-Niederlassung nach Zofingen. «Das verursacht ein wenig mehr Fahrten zwischen den Standorten, funktioniert aber sonst problemlos», sagt van Spyk.

Geplant ist, dass nach der Fertigstellung des Neubaus, die Zofinger Zweigstelle mit den Mitarbeitenden nach Herznach umzieht. Dies, um durch eine grössere Produktionseinheit kompetitiver zu werden.

Autor

Dennis Kalt

Meistgesehen

Artboard 1