Laufenburg

Nach 72 Jahren eine neue Fahne für die Narronen am Hauptbott

Zunftmeister René Leuenberger mit der neuen, handgestickten Fahne.

Zunftmeister René Leuenberger mit der neuen, handgestickten Fahne.

Am Hauptbott der Laufenburger Narro-Alt-Fischerzunft wurden langjährige Zunftbrüder geehrt. Zudem haben die Schweizer Narronen eine neue Fahne geweiht– nach 72 Jahren.

Noch etwas steif fühlten sich die Gwändli an, die bunten Blätzli-Narrenkleider der Laufenburger Narronen, und mitunter waren sie auch noch etwas staubig, aber die Mitglieder der Narro-Alt-Fischerzunft haben sie nach einem Jahr im Schrank dennoch mit grossem Stolz getragen. Sie trafen sich am Ersten Faissen zu ihrem Hauptbott, in diesem Jahr auf der badischen Seite.

Claus Epting, Zunftmeister der gastgebenden Zunft aus der minderen Stadt, nahm drei Biedermännern aus dem badischen Laufenburg, Lukas Eichmann, Fabian Baumgartner und Helmut Riemke, den Eid ab und sie – «Bis an mein selig Ende!», so der Schwur – in die Zunft auf.

Zunftbruder Peter Strittmatter wurde für seine langjährigen Verdienste als Kultureller Beirat in der Vereinigung der Schwäbisch-Alemannischen Narrenzünfte mit der Plakette in Form des «Platin-Narro» geehrt. Strittmatter gab dieses Amt ab. Einen Wechsel gab es auch im badischen Zunftrat: Markus Eschbach trat die Nachfolge von Michael Epting als Säckelmeister an.

Eine Veränderung gab es auch bei den Zunftbrüdern aus der Schweiz. Sie tauschten ihre 72 Jahre alte Fahne, sie gilt als stolzes Zeichen für die Gemeinschaft der Narronen, gegen eine neue ein. Sie gleicht der alten Fahne nahezu aufs Haar. Das neue Exemplar ist lediglich etwas grösser. Gestickt wurde sie in Handarbeit auf Seide. Im Schaukasten in der Zunftstube wird die alte Fahne ausgestellt werden und ihr «Gnadenbrot» fristen, wie Zunftmeister René Leuenberger versprach. Pfarrer Klaus Fietz von der Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck weihte die Fahne. Die Laufenburger Tambouren untermalten die Zeremonie mit Trommeln.

Mit Grussworten und Geschenken warteten viele Gäste auf. Paul Knoblauch, Zunftmeister der HeinerichWirri-Zunft Aarau, war in Begleitung des Säckelmeisters Urs Walter Hunziker ebenfalls wieder unter den Gästen. Im Gepäck hatten sie die bei den Anwesenden begehrten, ausgesprochen leckeren und legendären «Brändli Bomben».

Am Hauptbott wurden einige Zunftbrüder für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die Zunftmeister Claus Epting aus der minderen und René Leuenberger aus der mehreren Stadt nahmen die Ehrungen vor. Seit bereits 65 Jahren tragen Franz Rudigier (D) sowie Charles und René Probst (CH) das Ehrenkleid der Narro-Alt-Fischerzunft. Rudigier und Charles Probst wurden in Abwesenheit geehrt. Für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Zunft wurde Josef Probst (CH) geehrt. Auf 25 Jahre blicken die Schweizer Zunftbrüder Hannes Burger, André Hug und Martin Schnetzler zurück.

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