Möhlin
Eine 5+ für die Schule: Eltern stellen in Befragung gutes Zeugnis aus

Nachdem im Frühjahr 2020 schon die Möhliner Schüler den Daumen hochhielten und ihrer Schule Bestnoten gaben, äusserten sich nun auch deren Eltern zufrieden. Das geht aus einer Befragung hervor, deren Resultate jetzt vorliegen.

Hans Christof Wagner
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Auch die Eltern der Jungen und Mädchen, die im Schulhaus Fuchsrain zur Schule gehen, wurden in die Befragung einbezogen.

Auch die Eltern der Jungen und Mädchen, die im Schulhaus Fuchsrain zur Schule gehen, wurden in die Befragung einbezogen.

Claudio Thoma

Zuletzt hatte die Schule Möhlin der Elternschaft im Jahr 2015 im grösseren Rahmen über die externe Schulevaluation des Kantons auf den Zahn gefühlt. «Elternfeedback holt die Schule immer wieder und in unterschiedlichen Formen ein», sagt die mit dem Projekt betraute Priska Artico, die Leiterin des Qualitätsmanagements an der Schule Möhlin und gleichzeitig die Schulleiterin der Primarschule Fuchsrain. «Aber in diesem umfassenden Rahmen und unter fachlicher Anleitung der Fachhochschule Nordwestschweiz ist es eine Premiere und auf freiwilliger Basis», erklärt sie.

1500 Fragebögen gingen an die Eltern raus

1500 Jungen und Mädchen besuchen in Möhlin Kindergarten, Primarschule und Oberstufe. 1500 Fragebögen waren an deren Eltern im Dezember 2020 rausgegangen. Davon kamen laut Artico mehr als die Hälfte zurück und wurden ausgewertet. Für die Fuchsrain-Schulleiterin eine gute Rücklaufquote und eine ausreichende Basis für ein repräsentatives Meinungsbild. Auch Astrid Zeiner, Schulleiterin der Oberstufe Sekundar und Real im Schulhaus Steinli, sagt:

«50 Prozent Rücklauf ist aus meiner Sicht ein sehr gutes Ergebnis. Das zeigt das hohe Interesse der Eltern an der Schule Möhlin und ihrer Weiterentwicklung.»

«Der Fragebogen wurde in der Qualitätsgruppe, bestehend aus Lehrpersonen aller Schuleinheiten und den Schulleitungen, unter der Begleitung der FHNW erarbeitet», sagt Artico. Die Schwerpunkte in der Befragung lagen in den Themenfeldern Information und Kommunikation. Ausloten wollte man, wie Eltern den Austausch mit der Schulleitung und den Lehrpersonen erleben und wahrnehmen.

32 Fragen waren es bei der Oberstufe

«Die Schulleitung sorgt für eine verständliche Information der Eltern» oder «Die Schule ist an Rückmeldungen von uns Eltern interessiert» oder «Ich weiss, an wen ich mich im Fall von Konflikten oder Beschwerden wenden kann» – das sind drei Beispiele aus dem Katalog von Fragen, die auf einer Skala von «trifft nie zu» bis «trifft fast immer zu» beantwortet werden konnten. 22 Fragen galt es für Eltern im Bereich Kindergarten und Primarschule zu beantworten. 32 waren es bei der Oberstufe. Insgesamt zieht Artico eine sehr positive Bilanz:

«Die Eltern fühlen sich gut, verständlich und rechtzeitig informiert. Sie wissen auch, an wen sie sich bei Schwierigkeiten oder Anliegen wenden können. Die Eltern haben uns eine Note über 5 gegeben.»

Dass der Bereich Information und Kommunikation den Schwerpunkt der Befragung bildete, bedeutet laut der Fuchsrain-Schulleiterin nicht, dass Eltern hier Defizite gemeldet hätten. Sie sagt:

«Wir wollten wissen, ob die Eltern mit den Austauschmöglichkeiten und Kommunikationswegen der Schule Möhlin zufrieden sind.»

Mit Corona habe die Befragung nur indirekt zu tun – weil die Kommunikation während der Pandemie eben fast nur noch virtuell und digital stattgefunden hat.

Schulleitungskonferenz sieht weiteren Bedarf

Gleichwohl sieht die Projektverantwortliche auch Bedarf. «Bei der Auswertung haben sich einzelne Themenfelder ergeben, welche wir im nächsten Schuljahr aufgreifen werden», hält die Schulleitungskonferenz fest. Artico: «Im Detail sind das die Themen Anlässe sowie die Vertiefung der Zusammenarbeit mit Eltern von Schülerinnen und Schülern, welche im Rahmen von Lernschwierigkeiten Unterstützung benötigen.»