Obligatorium

Maskenpflicht wird in Fricktaler Geschäften reibungslos umgesetzt

Isabelle Bolinger führt einen Blumenladen und hilft ihren Kunden mit Gratis-Masken aus.

Isabelle Bolinger führt einen Blumenladen und hilft ihren Kunden mit Gratis-Masken aus.

Nach dem Obligatorium sind in den Fricktaler Geschäften keine Verweigerer auszumachen – bei Vergessen gibts Masken teilweise gratis.

Die zweite Welle ist da. Der Bundesrat hat im Kampf gegen die weitere Virus-Ausbreitung reagiert. Unter anderem mit einer umfassenden Maskenpflicht. Seit Montag ist das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in allen öffentlich zugänglichen Räumen obligatorisch. Dazu gehören etwa ­Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants und der Eingang und die Garderoben von Schwimmbädern und Sportanlagen. Die AZ hat wenige Tage nach Einführung der Maskenpflicht Fricktaler Geschäftsbetreiber gefragt, ob sich ihre Kunden daran halten und wollte von fünf Passanten wissen, wie sie zu der Maskenpflicht stehen (siehe Umfrage).

«Man merkt, dass es die Maskenpflicht hier erst seit kurzem gibt», sagt Isabelle Bolinger, die an der Kaiseraugster Dorfstrasse einen Blumenladen betreibt. So würden einige an der Ladeneingangstüre bei ihr kehrt machen, nach dem Motto: «Ach, da war ja was.»

Für Kunden, welche die Maskenpflicht nicht auf dem Schirm haben, hat Bolinger vorgesorgt. So hat sie vor dem Blumenladen einen kleinen Tisch mit Masken aufgestellt. «Kostenlos, natürlich», wie sie sagt. Gratis-Masken versteht sie als eine Dienstleistung. «Die kosten mich im Einkauf ja kaum was.» Handkehrum kauften die Kunden ja auch bei ihr ein. Gut an der Maskenpflicht findet Bolinger, dass sie nun schweizweit einheitlich gilt.

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Wer keine Maske tragen will, muss gehen

In der Papeterie Jäger – im Fricktal mit Filialen in Frick und in der Rheinfelder Altstadt – klappt es mit der Umsetzung der Maskenpflicht durch die Kunden «ganz gut», sagt Inhaber Hans-Peter Jäger. «Viele der Kunden haben bereits vor dem Obligatorium eine Maske getragen», sagt er. Auch in der Papeterie werden Masken zu einem Franken für diejenigen angeboten, die ihre eigene vergessen oder keine dabei haben. Maskenverweigerer habe es bis dato noch keine gegeben. Wäre dies der Fall, würde Jäger den Maskenverweigerer bitten, den Laden zu verlassen und ansonsten die Polizei rufen, um die Gefahr einer Busse und einer allfälligen Schliessung des Ladens zu vermeiden, wie er sagt.

Schnell wieder zum Auto zurück

Manuel Schmutz, der in Frick den Bioladen Bio­peter betreibt, schätzt, dass zwischen 80 und 85 Prozent seiner Kunden, beim Betreten des Ladens eine Maske tragen. «Die anderen 15 bis 20 Prozent laufen meisten schnell zum Auto zurück und holen dort eine Maske», sagt Schmutz. Persönlich findet er die Maskenpflicht «den richtigen Entscheid vor dem Hintergrund explodierender Fallzahlen».

Auch im Café Cassiopeia in Kaisten ist die Umsetzung der Maskenpflicht reibungslos angelaufen. «Wir mussten bisher nur ein paar ältere Gäste daran erinnern», sagt Betreiberin Denise Hofmann. Dass wegen dem Masken-Obligatorium weniger Gäste in ihr Café kommen, glaubt Hofmann nicht. «Das liegt dann eher an den steigenden Fallzahlen an sich», sagt Hofmann.

Im Sole Uno kontrollieren die Mitarbeiter

Im Wellness-Bad Sole Uno in Rheinfelden gilt im Warte­bereich vor der Kasse und auf dem Weg zur Garderobe sowie im Garderobenbereich eine Maskenpflicht. Die Mitarbeitenden kontrollieren dabei, ob sich die Gäste daran halten, sagt Betriebsleiter Sven Malinowski. «Die Maskenpflicht wird in aller Regel befolgt» sagt er. Teilweise seien die Gäste «das Maskentragen im Sole Uno schon gewohnt», schiebt er nach. So war denn bereits schon vor dem Beschluss des Bundesrates gemäss Sole-Uno-Schutzkonzept ein Mund-Nasen-Schutz im Wartebereich obligatorisch.

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Autor

Dennis Kalt

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