Aktuell sind im Erdgeschoss der Halle an der Fricker Industriestrasse Leinwandbilder und Wandtattoos ausgestellt, zudem präsentiert die Firma Decorex GmbH einige ihrer Design-Haushaltsartikel. Künftig soll auf den 180 Quadratmetern ein buntes Potpourri von Waren angeboten werden. In der Markthalle sollen bis zu 39 Stände Platz finden. «Wir werden sicher ein bis zwei Stände für eigene Waren nützen», sagt Decorex-Geschäftsführer Dominik Fuchs.

Daneben möchte er Interessierten Platz bieten, ihre Waren auf Tischen auszustellen und zu präsentieren. Angesprochen seien alle kreativen Hobby-Handwerker, sagt Fuchs, von der Heim-Strickerin bis zum Glasbläser. Auch maschinell gefertigte Produkte sind denkbar. «Wichtig ist aber, dass eigene kreative Ideen dahinter stehen», so Fuchs. «Es soll keine Massenware sein.»

Entstanden ist die Idee auf Kunsthandwerker-Märkten. «Ich habe mir überlegt, wo die Marktfahrer unter der Woche ihre Waren lagern oder ausstellen», sagt Fuchs. Er ist überzeugt, dass die Idee Potenzial hat. «Jeder Aussteller hat Leute, die er kennt, und bringt diese in die Markthalle», sagt er. Das generiere dann auch Kundschaft für die anderen Aussteller. «Und umgekehrt ist es für die Kunden auch interessanter, viele unterschiedliche und überraschende Produkte zu entdecken.»

Natürlich ist die Idee gleichzeitig auch ein Geschäftsmodell. Die Tische in drei Grössen werden für die Mindestdauer von jeweils einem Monat vermietet. Den Verkauf der Produkte übernehmen Decorex-Mitarbeiter, die ohnehin anwesend sind, da im ersten Stock produziert wird. Dafür wird den Ausstellern nach dem ersten Monat eine Service-Pauschale von zehn Prozent des jeweiligen Verkaufserlöses verrechnet.

Auf Facebook ausgeschrieben

Bislang hat Dominik Fuchs die Idee erst auf seiner Facebook-Seite gepostet – und innerhalb von einer Woche schon einige Reaktionen erhalten. «Wir haben bereits vier fixe Zusagen und einige Interessenten, die sich überlegen, mitzumachen», sagt er. Bei einigen Interessierten erweise sich die Provision für die verkauften Produkte als Knackpunkt, hat er festgestellt. «Sie sagen, ihre Preise seien so gestaltet, dass keine weiteren Margen drinliegen.» Im Vergleich zur ersten Ausschreibung hat Fuchs deshalb die Servicepauschale bereits von 20 auf 10 Prozent reduziert.

Er ist zuversichtlich, weitere Aussteller zu finden. Einen Eröffnungstermin gibt es derzeit noch nicht. «Wir wollen nicht mit einer halbleeren Halle anfangen», sagt Dominik Fuchs. «Rund 20 Aussteller sollten es beim Start schon sein.»