«Wo man singt, da lass dich nieder...» – dem Spruch dieser Einladung vom Männerchor Schupfart unter Leitung ihres Präsidenten Erich Heiz zum «Open Air der Chöre» folgend, waren im Verlaufe des Samstags viele Besucher gekommen. Denn nicht nur schöne Musik wurde geboten, sondern auch viel Geselligkeit. Bereits zum dritten Mal hatten die Herren des Schupfarter Gesangvereins diesen Anlass mit vielen Helfern organisiert. Ins Leben gerufen hatten ihn vor 13 Jahren die Männer vom Sängerbund Wittnau.

Vielfalt an Chorliteratur

Am Samstag nahmen 18 von den insgesamt 25 Chören am Konzert teil, die dem Fricktaler Sängerbund angehören. Als Gastvereine waren der Jodlerclub Grüningen sowie die Sängerinnen und Sänger aus Kienberg und Bad Säckingen dabei. «So bekommt dieser Tag einen kleinen Hauch von Internationalität» meinte lachend Moderator Kurt Leubin. Im Gepäck hatten die Akteure eine enorme Vielfalt an Chorliteratur, traditionelles sowie modernes Liedgut, Klassik, Schlager, Volksmusik. Wein, Weib und Gesang für Männerchöre – das war mal.

Eröffnet wurde der vorerst sommerlich schöne Nachmittag von den Herren aus Eiken. Farbenfroh gekleidet waren die Damen und Herren aus Rheinfelden mal besinnlich unterwegs, hatten aber auch die wunderschöne Ballade «Hemmige» vom bekannten Schweizer Liedermacher Mani Matter im Repertoire. Lebenslust pur verbreitete der Männerchor Schupfart mit südländischer Leichtigkeit, begeisterten die Gäste jedoch auch mit dem innigen «Ave Maria der Berge», eindrücklich begleitet von Rahel Erni auf der Trompete.

Rhythmisch witzig kam der Chor aus Bad Säckingen daher, reiselustig dagegen die Herren aus Gipf-Oberfrick und Wölflinswil-Oberhof, die zuerst nach dem russischen «Kalinka» tanzten, dann mit einer heissblütigen Mexikanerin. Fröhlich pfeifend fingen die beiden Chöre aus Laufenburg-Kaisten und Wegenstetten den Sonnenschein ein.

In die Turnhalle gezügelt

Doch diese Rechnung hatten sie ohne Petrus gemacht. Denn als sie über jene besagten sieben Brücken gingen mit den dunklen Jahren, zogen auch bedrohlich dunkle Regenwolken auf. Die Organisatoren aus Schupfart hatten dafür natürlich längst vorgesorgt – ein Ortswechsel in die Turnhalle einschliesslich der Technik nur eine kurze Sache. Dort ging das Konzert nahtlos weiter, bis zum letzten Block des Konzertabends mit den Männerchören aus Wittnau, Rheinfelden, den «Kienberg Singers» und den «Freaktal Singers».