Laufenburg
190 Parkplätze und zwei Szenarien für die Schule – das wünscht sich der Stadtrat für das Areal Schützen/Burgmatt

Die Stadt Laufenburg startet das Präqualifikationsverfahren für die Machbarkeitsstudie zum fast 10'000 Quadratmeter grossen Gebiet zwischen Bahnhof und Altstadt. Die Unterlagen dazu geben Aufschluss darüber, wie das Areal künftig gestaltet werden soll.

Nadine Böni
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Für das ehemalige Hotel Schützen sieht der Laufenburger Stadtrat mehrere künftige Nutzungen.

Für das ehemalige Hotel Schützen sieht der Laufenburger Stadtrat mehrere künftige Nutzungen.

Dennis Kalt (28. Mai 2020)

Das Areal Schützen/Bahnhof und das Areal Burgmatt sollen neu gestaltet und bebaut werden. Im November genehmigte die Gemeindeversammlung Laufenburg einen entsprechenden Verpflichtungskredit in der Höhe von 75'000 Franken für eine Machbarkeitsstudie. Nun werden mehrere Planungs- und Architekturbüros zur Teilnahme an der Präqualifikation eingeladen. «Beide Areale haben grosses Potenzial. Es ist uns wichtig, eine Gesamtschau zu erhalten», sagt Vizeammann Meinrad Schraner.

Die Gesamtplanung soll mehrere Projekte berücksichtigen: zum einen die Sanierung oder Rückbau der Liegenschaft Schützen respektive eine neue Gestaltung und Nutzung des Areals, zum anderen auch eine Querung der Kantonsstrasse für den Fuss- und Radverkehr, die Zukunft des Schulareals Burgmatt sowie die Gestaltung der ÖV-Drehscheibe am Bahnhof mit genügend «Park+Ride»-Angeboten.

Neu gelöst werden soll der Übergang für den Langsamverkehr über die Kantonsstrasse zum Schulhaus Burgmatt.

Neu gelöst werden soll der Übergang für den Langsamverkehr über die Kantonsstrasse zum Schulhaus Burgmatt.

Nadine Böni (25. Mai 2018)

Die Liegenschaft Hotel Schützen zwischen Bahnhof und Altstadt ist kommunal geschützt, seit einem Brand vor gut drei Jahren aber nicht mehr bewohnbar. Seit 2019 ist es im Besitz der Stadt. Der Stadtrat habe die Kompetenz, «gestützt auf einen Ausnahmeparagrafen in der Bau- und Nutzungsordnung», einen Rückbau der Liegenschaft oder einen Ersatzneubau zu bewilligen, heisst es in den Unterlagen zum Präqualifikationsverfahren.

Künftig deutlich mehr Parkplätze

Der Stadtrat hält demnach etwa eine künftige Nutzung «der Zentrumsfunktion entsprechend» als Hotel/Motel oder als Geschäfts- und Wohnhaus, als Teil der Schulanlage – mit Räumlichkeiten etwa für Betreuungsdienste, Zusatz- und Stützangebote oder als Turnhalle – und als Teil einer Parkierunganlage für möglich. Innerhalb Planungsperimeters sind heute rund 70 Parkplätze vorhanden, die meisten davon auf dem Parkplatz Burgmatt Süd, einige entlang des Schützenwegs. Künftig sollen auf dem Areal total 190 öffentliche Parkplätze zur Verfügung stehen. Dies für Pendler, Altstadtbesucher und Personen, die in Laufenburg arbeiten.

Vizeammann Meinrad Schraner sitzt mit in der Jury.

Vizeammann Meinrad Schraner sitzt mit in der Jury.

Hans Christof Wagner

Die Gesamtplanung soll auch aufzeigen, «welche Möglichkeiten bezüglich Schulraumerweiterung im Gebiet Burgmatt bestehen», sagt Schraner. Die eingeladenen Planungs- und Architekturbüros sind angehalten, zwei Szenarien zu berücksichtigen. Szenario 1 umfasst die Zusammenlegung der Primarschulstandorte Sulz und Laufenburg auf dem Areal Burgmatt. Szenario 2 beinhaltet unter anderem die Unterbringung der Mittelstufen Gansingen, Kaisten, Mettauertal, Schwaderloch und Laufenburg/Sulz auf dem Areal Burgmatt.

Zur Präqualifikation werden über ein Dutzend Planungs- und Architekturbüros eingeladen, voraussichtlich vier von ihnen sollen anschliessend beauftragt werden, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. Der überzeugendste Vorschlag soll anschliessend zu einem Richtprojekt als Grundlage für die Anpassung des Gestaltungsplans Bahnhofareal-Bahnhofgärten entwickelt werden. In der Jury sitzen neben Meinrad Schraner und Baustadtrat André Maier unter anderem auch Bauunternehmer Erich Erne sowie mehrere Architekten.

Realisation bis 2024?

Der Zeitplan sieht vor, dass Mitte August die Präsentation und Jurierung stattfinden soll. Die Realisierung der neuen Gestaltung und Nutzung ist in Phasen vorgesehen. Endtermin für die Realisierung des Areals Schützen/Bahnhof ist Anfang 2024, jener beim Schulhaus zwischen 2025 und 2030.