Laufenburg

Kulturnacht überwindet die Grenzen – und findet zum ersten Mal digital statt

Die Preisträger (v. l.): Tobias Stein mit Rika Behncke, Marlen Miggler und Rudolf Lüscher in Vertretung für Linus Ehi.

Die Preisträger (v. l.): Tobias Stein mit Rika Behncke, Marlen Miggler und Rudolf Lüscher in Vertretung für Linus Ehi.

Dieses Jahr fand die Laufenburger Kulturnacht im Internet statt – drei Videobeiträge wurden nun prämiert.

«Durch Corona wurden nicht nur die Grenzen zugemacht, auch die ganze Kultur wurde runtergefahren», sagte Roland Kaufmann, Mitglied im Organisationskomitee der Laufenburger grenzüberschreitenden Kulturnacht, am Freitagnachmittag anlässlich der Preisverleihung des Kulturnacht-Video-Wettbewerbs auf der Laufenbrücke, die seit Jahrhunderten die beiden Städte miteinander verbindet.

Die Situation rund um Corona sollte aber nicht dazu führen, die Kultur einfach so fallen zu lassen und die Laufenburger Kulturnacht zu streichen, betonte Kaufmann. «Wenn etwas Grenzen überwinden kann, dann ist es die Kultur», betonte er und so wurde die Idee entwickelt, in diesem Jahr die Kulturnacht im Internet stattfinden zu lassen, mit einem Video-Contest unter dem Thema «Mein Laufenburg: Grenzenlos». Die drei gekürten Sieger sind: Katja Stein, Linus Ehi und Marlen Miggler.

Stein produzierte das Video «Die Legende von Laufenburg». Der Beitrag geht auf den Comic «Fricka und der Laufenburger Brückenzauber» von Markus Oliveri und Kristine Gelderblom (Zeichnungen) sowie Petra Gabriel (Text) zurück. Tobias Stein, der für die Produktionsfamilie anwesend war, betonte, dass sie gerne einmal die ganze Geschichte als Video in Szene setzen möchten.

Rika Behncke, die Fricka im Film darstellen durfte, berichtete, dass ihr der Dreh grosse Freude gemacht habe. Von Linus Ehi stammt der Beitrag «De Wäg duruf», in dem das Duo WunderKram die Hauptrolle spielt. «Laufenburg» heisst der Beitrag von Marlen Miggler, in dem sich ihre farbenfrohen Fisch-Plastiken auf dem Rhein tummeln. Gestiftet wurden die Preise für die Sieger von Laufenburger Kunstschaffenden.

Von Trudi Hofer stammt das Buch «Laufenburg betrachtet von Trudi Hofer 2020». Ein weiterer Preis ist ein Keramik-Elefant aus der Werkstatt «Zum Guten Ton» von Ulrike Marquart. Miggler, sie ist gleichzeitig Gewinnerin und Preisspenderin, stellte als Preis eine ihrer Plastiken aus Epoxydharz zur Verfügung. Zudem gab es für die Gewinner noch 200 Franken.

In der Jury sassen Ursula Jutzi vom OK Kulturnacht, Thomas Hofmann von der Firma Yee – sounds good, sowie Roland Köpfer, Künstler und Mitglied im OK Kulturnacht. Aber auch die Zuschauer am PC, die Videos anschauten, hatten eine Stimme, die zu 50 Prozent gewertet wurde. Insgesamt gingen für die 20 Einsendungen rund 800 Stimmen per Online-Voting ein. Angeschaut wurden die Videos bis dato rund 200000 Mal.

Alle Filme können unter kulturnachtlaufenburg.com angeschaut werden. Rudolf Lüscher berichtete an der Preisverleihung, dass der ganze Film vom Duo WunderKram mit Sonja Wunderlin und Gabriel Kramer unter dem Titel «De Wäg duruf» auf der Website des Laufenburger Rehmann-Museums (rehmann-museum.ch) zu sehen ist. Produziert wurde er von Linus Ehi.

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