Die zur japanischen Zeria-Gruppe gehörende Tillotts Pharma AG mit Sitz an der Baslerstrasse in Rheinfelden und das Biotechnologieunternehmen Labgenius haben in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass sie eine Forschungsvereinbarung zur Identifizierung und Entwicklung von neuen Arzneimitteln beschlossen haben.

Dabei geht es um die die Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Diese gehören zu einer Gruppe von Erkrankungen, bei denen das körpereigene Immunsystem Teile des Magen-Darm-Traktes angreift. Bei diesen Krankheiten besteht nach wie vor ein grosser Bedarf an neuen Therapieansätzen, da viele Patienten nicht auf die derzeit verfügbaren Medikamente ansprechen. Welche entscheidende Rolle die Regulierung der Immunreaktion bei der Kontrolle bei Darmentzündung hat, zeigt die klinische Wirksamkeit der bereits ersten zugelassenen Arzneimittel, die mithilfe von Gentechnik in lebenden Zellen hergestellt werden, schreiben die Unterhemen in der Mitteilung. «Unsere Vereinbarung mit Labgenius hat das Ziel, innovative Therapien für Millionen von Patienten zu entwickeln», sagt Thomas A. Tóth von Kiskér, Geschäftsführer der Tillotts Pharma AG.

Gemäss der Vereinbarung wird Labgenius während der nächsten zwei Jahre auf die Bereitstellung neuartiger Moleküle hinarbeiten. Hierfür wird es seine mit künstlicher Intelligenz betriebene Technologie für die Entdeckung komplexer Proteine einsetzen. Labgenius wird diese Moleküle generieren und zusammen mit Tillotts die Hauptkandidaten identifizieren, die künftig von Tillotts entwickelt und vermarktet werden sollen, heisst es in der Mitteilung. (az)