Kaiseraugst
Kaiseraugst forciert die Sanierung der Landstrasse

Max Heller, Gemeindepräsident von Kaiseraugst, sieht Handlungsbedarf. Die Landstrasse muss saniert werden. Trotzdem kann es noch eine Weile dauern. Heller rechnet mit einem Baubeginn im Herbst 2014.

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Für die gefährliche Kreuzung Landstrasse/Mühlegasse ist eine Signalanlage geplant.Peter Rombach

Für die gefährliche Kreuzung Landstrasse/Mühlegasse ist eine Signalanlage geplant.Peter Rombach

AZ

Unter Federführung des Kantons Aargau soll die Landstrasse saniert werden. «Wir haben dringenden Handlungsbedarf, verdeutlichte Gemeindepräsident Max Heller an einem Info-Abend am Mittwoch in der Turnhalle Dorf.

8,2 Millionen Franken sind für das Projekt veranschlagt, wovon knapp 4,9 Millionen an Kaiseraugst hängen bleiben. Den Rest bezahlt der Kanton, dem die wichtige Durchfahrtsstrasse gehört, auf der täglich rund 18000 Fahrzeuge rollen.

Mehrere Kredite beantragt

Zunächst geht es darum, für die Investitionsrechnung der Einwohnergemeinde einen Kredit über 815800 Franken zu bewilligen. Der Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasser muss einen Kredit über 910000 Franken beisteuern, vom Bereich «Wasser» kommen laut Kalkulation weitere 890000 Franken. Gemeindepräsident Heller sprach von einem Baubeginn im Herbst 2014. «Die Sanierung ist ein Muss.»

Dass unter der vielfach geflickten Strasse die älteste Wasserleitung des Dorfes liegt, erwähnte Heller eher am Rande, um die Notwendigkeit der Investition zu verdeutlichen und für eine Zustimmung zu den beantragten Krediten zu werben. «Wenn wir schon am Lochen sind, dann kommen auch neue Werkleitungen in den Boden», unterstrich der Gemeindepräsident am Info-Abend.

Dass mit dem Projekt auch eine Erhöhung der Verkehrssicherheit angestrebt wird, liess sich nicht überhören. Die Kreuzung Mühlegasse/Landstrasse soll neu gestaltet werden und eine Lichtsignalanlage erhalten.

«Da gabs in der Vergangenheit schon mehrere schwere Unfälle.» Beim römischen Handels- und Gewerbehaus wird die Fussgängerunterführung angepasst. Und Heller ist überzeugt: «Auf der ganzen K 292 ergeben sich Verbesserungen für den Langsamverkehr.»

Insbesondere Velofahrer würden von dem Sanierungsprojekt profitieren. Auf der Kreuzung Giebenacherstrasse möchte man die bestehende Lichtsignalanlage beibehalten und modernisieren.

Der Bereich Kantonsgrenze Aargau/Basel-Landschaft soll als «Tor» in die Gemeinde Kaiseraugst besser in Erscheinung treten, indem der heute stark kanalisierte und eingedeckte Violenbach geöffnet und mittels einem Velo- und Fussgängersteg überquert wird. Dieses Projekt bearbeitet allerdings das Tiefbauamt Basel-Landschaft.

«Wir sind uns bewusst, dass die Bauzeit schmerzvoll ist, da sicherlich einige Verkehrsprobleme auftauchen.» Die Zufahrt zum Gstaltenrain gilt für den Schwerverkehr heute nicht mehr als sicher und erfordert Umbauten. (ach)