Das neue Jurapark-Brot ist einzigartig, so der einhellige Tenor der Entwickler und Produzenten des neuesten Regionalprodukts. Am gestrigen Montagnachmittag wurde in der Wittnauer Altbachmühle – sie wird in 8. und 9. Generation von Adolf und Lukas Tschudi geführt, den Medien das (ofenfrisch) lancierte Jurapark-Brot vorgestellt. Brot gehört zu jenen Grundnahrungsmitteln, die auf eine jahrtausendalte Geschichte zurückblicken können, und auch heute von unserem täglich Essen nicht wegzudenken ist.

Ursprung und Qualität

Alessandro Feruggia, stellvertretender Geschäftsleiter von Jurapark Aargau betonte, dass die Nachfrage an regionalen Produkten stetig zunehme. Die Leute wollen wieder mehr Ursprung und Qualität. Ausserdem würden sie mit dem Bevorzugen von Regionalprodukten der Verbundenheit mit der direkten Natur Ausdruck geben. Aus dieser direkten Natur stammen zu hundert Prozent die Zutaten für das neue Brot. Das Getreide wird von den Landwirten der Umgebung – dem ökologischen Gedanken ist mit kurzen Anfahrtswegen Rechnung getragen – zur Altbachmühle Tschudi gebracht.

Hier wird sorgfältig und zeitnah das Mehl für die Bäckereibetriebe aufbereitet. Mit der speziellen Mehlmischung aus Weizen, Roggen und Dinkel werden für die weitere Herstellung sieben Bäckerei-Betriebe im Parkgebiet beliefert. Diese sieben –- Bäckerei Kunz, Frick; Bäckerei Lehmann, Schinznach-Dorf; Bäckerei Maier, Laufenburg; Bäckerei Steiner, Küttigen; Stocker’S Back-&Snackhaus, Zeiningen; Bäckerei Weber, Wil und Handlung Windisch, Asp sind dem Jurapark-Aufruf für die Lancierung eines gemeinsamen Parkbrotes gefolgt.

In einem ersten Schritt, wurden in den Betrieben mit Zutaten, Teigreifung und Backen experimentiert. «Eine Herausforderung war, die unterschiedlichen Strukturen der involvierten Personen unter einen Hut zu bringen», so Bäcker André Steinger. Erklärt weiter, dass beim Ausprobieren der Spielraum bewusst offen gelassen worden sei. «Die Ideenvielfalt sollte schliesslich zum Tragen kommen.» Als Nächstes entschieden sich die Beteiligten in einer Blinddegustation für jenes Brot, das am meisten den Geschmack der Kunden treffen könnte. «Match entscheidend war die Verkaufbarkeit. Wir wollten schliesslich ein mehrheitstaugliches Brot, das einzigartig ist», so Steinger.

Auch das Auge isst mit. So galt es nach der Geschmacksauswahl die Form, Gewicht und optisches Äussern des Brotes zu bestimmen. Der Entscheid fiel zugunsten einer handlichen Kastenform aus. Kein Zufall ist die eingekerbte Wellenlinie auf der Brotoberfläche. Die Linie symbolisiert im Jurapark-Label die Flüsse im Parkgebiet.

Das Spezielle

Was macht die neueste Backkreation so einzigartig? «Jurapark-Brot ist Natur pur». Diese Antwort heisst zum einen, dass alle Zutaten aus der Region stammen, hier auch verarbeitet wurden. Ebenso bedeutet es, dass neben den Ruch- und Halbweissmehlen Wasser, Kochbutter, Salz, Sauerteig und Presshefe keine künstlichen Zusatzstoffe und Backmittel verarbeitet werden. Speziell ist auch die rund 20 Stunden dauernde Teigführung. In der langen Zeit, bis der Teig dann in den Backofen geschoben wird, kann sich das gute Aroma auf natürliche Weise bilden. Dieses geduldige Verarbeiten unterscheidet sich deutlich vom Industriebrot. Der rund 400 Gramm schwere Brotlaib ist dank seiner schonenden Verarbeitung bis zu drei Tage haltbar. Die Kruste bleibt knusprig, das Innere behält seine Feuchtigkeit.

Nahe beim Kunden

Das zertifizierte Jurapark-Brot ist per sofort in den rund 20 Filialen aller beteiligten Bäcker erhältlich. Der Verkaufspreis ist je nach Betrieb unterschiedlich, beginnt bei mindestens 4 Franken. Die Backfachleute haben sich ganz bewusst dafür entschieden, die neue Brotkreation nicht über einen Grossverteiler, sondern in ihren Verkaufsläden anzubieten. Dies ganz im Sinne möglichst von nah beim Kunden