Münchwilen
«In Münchwilen daheim»: An dieser Ausstellung können Besucher in Erinnerungen schwelgen

Jahrgänger 1947 kreieren eine vielfältige Fotoausstellung — die Besucher zeigen grosses Interesse und sind begeistert.

Charlotte Fröse
Merken
Drucken
Teilen
Jahrgänger 1947 und viele Helfer stellten die Fotoausstellung zusammen. Im Bild ganz links Maja Waldmeier.

Jahrgänger 1947 und viele Helfer stellten die Fotoausstellung zusammen. Im Bild ganz links Maja Waldmeier.

Charlotte Fröse

Die Heimatgemeinde Münchwilen neu oder wieder entdecken – das steckt hinter der Fotoausstellung unter dem Titel «In Münchwilen daheim», die in der Turnhalle zu sehen ist. Die Idee zur Ausstellung hatte die Gruppe der Jahrgänger 1947. Mit der Umsetzung ist den Mitgliedern und den vielen Helfern mit viel Liebe und einem Gespür für das Besondere und das Alltägliche ein sehr schöner Blick in das Gemeindeleben damals und heute gelungen.

Am ersten Ausstellungswochenende warfen sehr viele begeisterte Besucher einen Blick auf die Ausstellung und erlebten dabei eine Zeitreise etwa vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Maja Waldmeier – sie spricht im Namen der 1947-Jahrgänger – ist überrascht und hoch erfreut von dem positiven Echo.

Erinnerungen an damals wecken die Fotos in der Ausstellung.

Erinnerungen an damals wecken die Fotos in der Ausstellung.

Charlotte Fröse

Das Interesse an der Ausstellung und die Bereitschaft der Bevölkerung, aber auch seitens der Gemeinde, im Vorfeld aktiv etwas dazu beizutragen, sei von Anfang an sehr hoch gewesen, berichtet Waldmeier. «So konnten wir aus einem grossen Pool an Fotos und Informationen schöpfen», freut sie sich. Viele Münchwiler hätten in Schachteln und Schränken gestöbert und seien auf schöne alte Aufnahmen gestossen. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass bereits in den 1930er-Jahren einige Münchwiler einen Fotoapparat besassen und eifrig davon Gebrauch machten. «Das war keine Selbstverständlichkeit in jener Zeit», betont Maja Waldmeier.

Viele Informationen erhielten die Ausstellungsmacher auch aus den Aufzeichnungen von Max Waldmeier. Er war Gemeindeschreiber von 1924 bis 1961 und ein eifriger Dorfchronist. Und auch sein Sohn, Josef Waldmeier, hielt das Dorfgeschehen bis in die jüngere Geschichte fest.

Als die Landwirtschaft das Dorf prägte

In schätzungsweise über 1000 Fotos werden Erinnerungen an damals wach. An viele Menschen und daran, wie es war, als die Landwirtschaft noch das Dorf prägte. Fotodokumente zeugen auch von der später einsetzenden Industrialisierung, vom Bau der Eisenbahn, dem Militär, vom Leben in den Vereinen und der Schule sowie von Festen. Daneben gibt es den aktuellen Blick in das Heute.

Besonders gefreut hat es die Ausstellungsmacher, dass sich die Schule am Projekt beteiligt hat. Und zwar mit einer besonderen Aktion. Dabei zeichneten alle Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur 6. Klasse ein Porträt von sich. Anhand von einer Luftaufnahme des Dorfes führen von den Porträts nun Fäden zu den Häusern, in denen die Kinder wohnen. In der kommenden Woche werden die Schulkinder die Gelegenheit bekommen, durch die Ausstellung geführt zu werden.

Die Idee zur Ausstellung ist bei einem der regelmässigen Treffen der Jahrgängergruppe vor über einem Jahr entstanden. «Wir sind darauf gekommen, weil alte Fotos, wenn sie bei Zusammenkünften gezeigt werden, bei den Betrachtern immer auf grosses Interesse stossen», begründet Maja Waldmeier. Die Fotoausstellung soll aber auch Anreize dazu bieten, dass Alteingesessene und besonders auch Zuzüger ihr Münchwilen entdecken und sich gegenseitig besser kennen lernen. Dies können sie nun ausgiebig in der Ausstellung tun und dabei in vielen Facetten wie durch ein Kaleidoskop ihre Heimatgemeinde entdecken.

Die Fotoausstellung «In Münchwilen daheim» ist in der Turnhalle am 9. November von 14 bis 21 Uhr und am 10. November von 14 bis 17 Uhr noch einmal zu bestaunen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.