Note für Note ein Hochgenuss war das gutbesuchte, traditionelle Frühlingskonzert der Musikschule Möhlin am Freitagabend in der römisch-katholischen Kirche. Zum zweiten Mal sorgten Schülerinnen und Lehrpersonen gemeinsam für eine grosse, musikalische Bereicherung.

«Wir haben in unserer Schule ganz besondere, sehr leistungsstarke und begabte Musiker» sagte Direktorin Katharina Enders. «Ihnen möchten wir die Möglichkeit geben, vor einem grösseren Publikum aufzutreten, sich auszuprobieren und bestätigt zu werden.» Insgesamt gestalteten sechs Schülerinnen das Programm mit, wobei Alessia Zoller, ein Mehrfachtalent an Blockflöte und Harfe, eine von ihnen war.

Eintauchen in die Zeit des Barocks durften gleich zu Beginn die Zuhörer mit einer innig und andachtsvollen Sonate von Jean B. Loeillet im französischen Stil. Einen kleinen Vorgriff auf den kommenden Sommer nahm das Streichensemble aus Antonio Vivaldis populärem Violinkonzertzyklus «Vier Jahreszeiten».

Einfallsreich und lebhaft zeichneten die jungen Künstlerinnen Stimmungen und Gefühle nach – flirrende Hitze, Blitz, Platzregen oder Gewitter. Leidenschaftlich vorgetragen, kraftvoll emotional, sehnsüchtig und triumphierend waren danach die solistischen Miniaturen am Klavier von Sergej Rachmaninow. Prägend war der kantable Rhythmus der «Toccata» von Aram Khatchaturian, der eindrücklich als Solo an der Harfe gespielt wurde,

In kecker und harmonischen Fröhlichkeit kam das Duett der mitreissend jauchzenden Klarinette und dem eher besinnlichen Klavier im «Solo de concours» von André Messager daher. Melancholisch klangen danach Violine und Klavier in der «Ungarischen Rhapsodie Nr. 2» von Franz Liszt.

Raffiniert wurden dabei volkstümliche Themen intoniert, dazu gesellten sich heitere tänzerische Zigeunerklänge, wirbelnde Rhythmen und sehnsuchtsvolle Vitalität. Geschwelgt werden durfte bei der brillant interpretierten «Ungarische Rhapsodie Nr. 12», ebenfalls von Franz Liszt.

Atemberaubend anzusehen war der Lauf der Hände über die Tasten des Pianos, mal nachdenklich schwebend, dann wieder in rasend schnellem Tempo. Es war prachtvoll und einfühlsam zugleich.

Brücke zwischen den Religionen

Das 1846 in Birmingham uraufgeführte Oratorium «Elias» von Felix Mendelssohn-Bartholdy stellt in faszinierender Tonsprache den Propheten Elias in den Mittelpunkt. Innig und romantisch war daraus der Gesang «Höre Israel..»

Mit der Komposition versuchte Mendelssohn-Bartholdy eine Brücke zu schlagen zwischen seiner angeborenen Religion, dem Judentum, und der von seinem Vater für ihn bestimmten, dem christlichen Glauben.

Stimmengewaltig und berührend war zum Schluss der Vortrag des Songs «When I was your man» vom 34-jährigen US-amerikanischen Sänger Bruno Mars. Das Publikum applaudierte begeistert und wollte dieses Lied noch einmal hören.