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Hochbetrieb in den Schwimmbädern: Tausende suchen in den Fricktaler Badis Abkühlung

Tausende Menschen suchten gestern in den Fricktaler Badis Abkühlung – auch Ventilatoren und Pools für den Garten sind gefragt.

Marc Fischer
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Bei Temperaturen von über 35 Grad herrschte gestern im Schwimmbad in Frick Hochbetrieb.

Bei Temperaturen von über 35 Grad herrschte gestern im Schwimmbad in Frick Hochbetrieb.

Marc Fischer

Das Bassin gleicht einem Wimmelbild, Kinderlachen und Kindergeschrei hallen durch die Luft und bei der Rutschbahn und beim Kiosk bilden sich Schlangen. Kurz im Schwimmbad Frick herrschte gestern Hochbetrieb.

Um 16 Uhr zählte die Badi bereits 1900 Eintritte – vieles davon Schulkinder, die am freien Mittwochnachmittag Abkühlung suchten. «Die letzten Tage zeigen, dass viele Leute erst nach Feierabend kommen», sagt Badmeister Remo Wieser. «Wahrscheinlich sind es bis zum Abend 2200 bis 2300 Badegäste.»

Eine Zahl, die in diesem Sommer erst einmal erreicht wurde. Im Strandbad Rheinfelden wurde gestern gar der bisherige Saisonrekord geknackt. «Am Dienstag zählten wir 1600 Eintritte, heute werden es sicher mehr», so Betriebsleiter Willy Vogt gestern Nachmittag.

Pools und Gummiboote gefragt

Doch nicht nur in den Schwimmbädern suchten die Fricktalerinnen und Fricktaler gestern Abkühlung. «Auf Pools, Sonnenschirme, Bewässerungsartikel und Ventilatoren besteht bei uns derzeit ein Run», so Thomas Tschanz, Geschäftsführer der Landi Frila Genossenschaft. Outdoormöbel, Holzkohle und Gas seien ebenfalls sehr gefragt. «Und auch bei Grillkäufen spüren wir trotz der Hitze im Moment noch keine Zurückhaltung», so Tschanz. Es bestehe gar eher eine grössere Nachfrage.

Bei Coop Bau+Hobby mit seinen Fricktaler Filialen in Frick und Kaiseraugst «sind Gummiböötli und Luftmatratzen nach wie vor beliebt», wie Coop-Sprecherin Rebecca Veiga sagt. «Ausserdem werden in diesem Jahr besonders rege Stand-up-Paddles gekauft.» Bei Interdiscount, auch der Elektronikmarkt hat Filialen in Frick und Kaiseraugst, sind Ventilatoren sehr gefragt, wie Sprecherin Alexandra Friedli sagt. Andere beliebte Sommerartikel seien portable Grills, wasserdichte Taschen sowie Gummiboote.

Gewappnet für den Ansturm

«Wir gehen davon aus, dass diese Woche alle Rekorde schlagen wird», sagt Friedli weiter. Man habe aber vorgesorgt, «um den Kundenbedürfnissen bei diesem heissen Wetter entgegenzukommen». An Spitzentagen könne es dennoch vorkommen, dass ein Produkt nicht mehr im Laden verfügbar ist. «Nachschub wird aber laufend geliefert, sodass es nur zu kurzfristigen Engpässen kommt.» Sollte dies der Fall sein, könnten sich die Kunden die Artikel entweder in die Filiale oder nach Hause bestellen.

Bei Coop Bau + Hobby ist die Verfügbarkeit der Produkte laut Rebecca Veiga aktuell gewährleistet. Und auch bei der Landi Frila gibt es «keine Engpässe», wie Tschanz sagt. «Wir können wöchentlich bei Landi Schweiz dem Wetter respektive den Abverkäufen entsprechend bestellen», sagt er.

Die Verteilung der Kunden auf die Läden und den Onlineshop habe sich aufgrund der Hitze nicht verändert, so Tschanz weiter. «Die Kunden besuchen trotz der Hitze unsere Verkaufsstellen.» Friedli sagt dagegen, bei den typischen Sommerartikeln «suchen die Kunden sofortige Lösungen und kommen daher eher in eine Filiale».