Halloween

Grössere Fricktaler Halloween-Partys sind abgesagt: Coronaconformer Gruselspass

Am Samstag zu Halloween herrscht so mancherorts eine schaurige Atmosphäre.

Am Samstag zu Halloween herrscht so mancherorts eine schaurige Atmosphäre.

Auch wenn viele Halloween-Partys abgesagt sind, sorgen Anbieter mit Geisterläufen und Schatzsuchen für kreative Alternativen.

Mit Halloween steht am Samstag die gruseligste Nacht des Jahres an. Auf der Jagd nach Süssigkeiten als Gespenst, Vampir oder Zombie um die Häuser zu ziehen, ist für Kinder und Jugendlicher ein grosser Spass. Doch in Corona-Zeiten, in denen die Kontakte so gering wie möglich gehalten werden sollen, hat der Spass seine Grenzen.

Dies thematisiert auch ein Beitrag in der Facebook-Gruppe «Kaiseraugst lebt».Dort heisst es in einem Beitrag eines Users: «Die Kinder mussten dieses Jahr auf so viel verzichten! Macht Schilder an die Türe, dass ersichtlich ist, dass die Kinder klingeln dürfen. Die Kinder stellen die Körbchen hin und nehmen Abstand.» Rund 20 Mal wurde der Beitrag geteilt.

Grusliger Spass über ­Whatsapp und Co.

Absagen musste Jugendarbeiter Angelo Zurlino die grosse Halloween-Party mit blutigem Apéro und einem Bestatter als Gast im alten Schützenhaus in Gipf-Oberfrick. «Die Jugendlichen sind enttäuscht, sie werden aber ihren Weg finden, Halloween zu feiern.» Zurlino spricht hier etwa auch die virtuelle Zusammenkunft der Jugendlichen an, die sich zu Hause verkleiden und über digitale Konferenzsysteme – Zoom, Whatsapp, Skype – zusammenschalten.

Eine der grössten Fricktaler Halloween-Partys für Kinder und Jugendliche richtet für gewöhnlich der Trägerverein für Schüler-, Jugend-, und Kinderkultur Rheinfelden auf dem Robi-Spielplatz im Augarten aus. «Im letzten Jahr nahmen über 400 Personen – Familien mit Kindern und Jugendlichen – teil», sagt Barbara Schneider vom Trägerverein. Man habe sich nach der Absage in der Pflicht gesehen, ein coronakonformes Ersatzprogramm auf die Beine zu stellen.

So können sich die Jugendlichen am Freitagabend in Gruppen zwischen fünf und zehn Personen durch das Quartier auf Halloween-Schatzsuche begeben. Auf der Schatzsuche müssen sie mehrere Stationen bewältigen. «Etwa werden an einer Station von den Gruppenmitgliedern verschieden Körperteile erwürfelt – Beine, Arme, Bauch und Kopf – die dann zu einem individuellen Monster zusammengesetzt werden», erklärt Schneider.

Ein anderes Programm fährt die Jungwacht Blauring Möhlin. Als Ersatz für die ausfallende Halloween-Party wird in einem Waldstück ein Geisterlauf geplant, sagt Scharleiterin Vanessa Albrecht. «Betreuer verstecken sich verkleidet hinter Bäumen, springe hervor und erschrecken die Jugendlichen. Ähnlich wie in einer Geisterbahn.»

Weniger Grusel-Artikel auf Lager

Marcel Amsler, Geschäftsführer der Spielwarenkette Amsler mit Filialen unter anderem in Möhlin und Eiken, geht nicht davon aus, dass sein Umsatz mit Halloween-Artikeln denjenigen gewöhnlicher Jahre erreicht. «Wir haben dementsprechend weniger auf Lager.» Beliebte Artikel zu Halloween seien etwa Schminke, Capes oder Hexenkostüme.

Schwer ins Gewicht würde der fehlende Umsatz nicht fallen. «Das sind nur die zwei, drei Tage vorher, an denen man bei uns merkt, dass Halloween ist.» Gewichtiger wäre da schon ein Umsatzrückgang betreffend Artikel für Fasnacht. Gespannt ist Amsler auf den Umsatz an den Tagen vor Halloween dennoch, denn: «Er ist immer ein erster Indikator für die Fasnachtssaison», sagt er.

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